Die Gefahr für Waldbrände ist im Frühjahr auch in Rheinland-Pfalz besonders hoch. "Viele Menschen unterschätzen dabei das Risiko, da es oft noch nicht sehr warm ist", teilte das Umweltministerium in Mainz mit. Ein Grund für die Gefahr sei die trockene Vegetation aus dem Winter, die leicht Feuer fange. Gleichzeitig fehle noch frisches, feuchtes Grün, das Brände bremsen könne. Sonne und Wind trockneten die Böden zusätzlich aus und ließen kleine Feuer schnell größer werden. In diesem Jahr sei bislang jedoch nur Ende März ein kleinerer Waldbrand über eine Fläche von 50 Quadratmeter registriert worden.
Laut dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes wird die Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz am (heutigen) Samstag verbreitet auf die Gefahrenstufe drei (mittlere Gefahr) steigen, in den Folgetagen soll sie auf die Stufe eins (sehr geringe Gefahr) sinken. Generell betrachtet sei Rheinland-Pfalz kein Bundesland mit besonderer Waldbrandgefährdung, hieß es weiter vom Ministerium. Grund seien die strukturreichen Wälder mit einem hohen Anteil von Laubbäumen.
Fahrlässige Brandstiftungen
Die meisten Waldbrände werden den Ministeriumsangaben zufolge durch menschliches Verhalten verursacht, wie offene Feuer, weggeworfene Zigaretten oder das Abstellen von Fahrzeugen auf trockenem Gras. Vorsätzliche Brandstiftungen sind selten. Zudem werden Waldbrände in der Regel sehr früh von der Bevölkerung entdeckt und gemeldet, sodass sie oft noch in ihrer Entstehung von den Feuerwehren gelöscht werden können. Bei erhöhter Waldbrandgefahr werden gefährdete Gebiete zusätzlich kontrolliert.