Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies fliegt heute Abend für eine mehrtägige Auslandsreise nach China. Der SPD-Politiker will sich in dem Land vorrangig über das China-Geschäft des Autobauers Volkswagen sowie innovative Verkehrskonzepte informieren. Dabei gehe es etwa um autonomes Fahren und KI-gestützte Softwareanwendungen, sagte ein Regierungssprecher. Lies ist Mitglied des VW-Aufsichtsrats, Volkswagen unterhält mehr als 30 Produktionsstätten in China.
Auf Lies' Reiseplan steht außerdem das Thema Energie: Eine Delegation aus Niedersachsens chinesischer Partnerprovinz Anhui habe zuletzt eindrücklich geschildert, wie weit man dort beim Thema Kernfusionsforschung sei, sagte der Regierungssprecher. Im Zusammenhang mit der Hafenlogistik ist darüber hinaus ein Gespräch mit dem Schifffahrtsunternehmen Cosco geplant.
Die ersten offiziellen Termine der China-Reise sind für Sonntag geplant, enden soll sie am Freitag. Weitere Auslandsreisen sind in der Vorbereitung: Vom 2. bis 5. Juni macht Lies Station im französischen Caen in der Normandie, einer weiteren Partnerregion Niedersachsens. Auf der Agenda steht dort unter anderem die Verleihung des Jugendpreises Prix Liberté, mit dem Personen ausgezeichnet werden, die sich für den Kampf für Freiheit einsetzen. Zudem will der Regierungschef gegen Jahresende nach Indien fliegen.