Persönliche Dokumente des an der damaligen Grenzübergangstelle Marienborn erschossenen Fred Woitke sind ab dem 2. Februar in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zu sehen.
Woitke stammte aus Eisenhüttenstadt und versuchte laut Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt am 21. April 1973 mit zwei Freunden, die DDR-Grenze mit einem Laster zu durchbrechen. Der Lkw überschlug sich an einer Sperre, daraufhin eröffneten Grenzsoldaten das Feuer. Der 23-jährige Woitke starb demnach wenige Stunden später im Krankenhaus infolge der Schussverletzung.
Sozialversicherungsausweis mit Einschussloch
Die Gedenkstätte zeigt bis zum 2. August die Dokumente, die Woitke damals bei sich trug - insbesondere seinen von einem Einschussloch gezeichneten Sozialversicherungsausweis. Dieser symbolisiert die Brutalität des DDR-Grenzregimes, so die Stiftung in ihrer Mitteilung.
Die Dokumente hatte Michael Teupel im Bundesarchiv wiederentdeckt. Auf Teupels Initiative hin wurde der Bahnhofsvorplatz in Helmstedt in Fred-Woitke-Platz umbenannt.