Kriminalität
Haftbefehl nach Attacke gegen 21-Jährige in Hospiz

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. (Symbolbild) Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. (Symbolbild) Foto
© Hendrik Schmidt/dpa
Im Hospiz in Magdeburg wird eine junge, betreute Frau angegriffen und am Hals verletzt. Die mutmaßliche Täterin ist nun hinter Gittern.

Eine 24-Jährige, die in einem Magdeburger Hospiz eine 21-Jährige attackiert und schwer verletzt hat, sitzt in Untersuchungshaft. Es sei Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags erlassen worden, teilte die Polizei in Magdeburg mit. Die Ermittlungen in der Sache, wie etwa zum Motiv der Tat, dauerten weiter an. 

Die Angreiferin soll sich Zutritt zum Zimmer der jungen, betreuten Frau verschafft und diese am Hals verletzt haben. Nach einer notfallmedizinischen Behandlung bestehe keine Lebensgefahr mehr. Die 24-Jährige war nach dem Angriff am Donnerstag aus dem Hospiz geflohen. Am Freitag wurde sie festgenommen. Bei Täterin und Opfer handelt es sich laut Polizei um Deutsche.

Die Pfeifferschen Stiftungen, die das Hospiz betreiben, hatten am Abend mitgeteilt, der Schutz der ihnen anvertrauten Personen habe oberste Priorität. Das Hospiz sei für Besucher nach Anmeldung am Einlass geöffnet. "Dem Vorfall ging jedoch ein unberechtigtes Einsteigen oder Einbrechen in die Räumlichkeiten voraus." Mit der Polizei habe man alle Abläufe geprüft und verstärke die Sicherheitsmaßnahmen auf dem gesamten Gelände. 

Ein Hospiz ist ein Ort für Menschen, die aufgrund einer weit fortgeschrittenen unheilbaren Krankheit nicht mehr im Krankenhaus behandelt und nicht mehr von Angehörigen oder Pflegediensten zu Hause rund um die Uhr betreut werden können.

dpa