Architektur
Orangenbäumchen kehren in den Dresdner Zwinger zurück

Die Orangenbäume in Kübeln kehren nach fünfjähriger Pause wieder in den Dresdner Zwinger zurück. (Archivbild) Foto: Robert Micha
Die Orangenbäume in Kübeln kehren nach fünfjähriger Pause wieder in den Dresdner Zwinger zurück. (Archivbild) Foto
© Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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Ein Stück Italien im Herzen von Elbflorenz: Im Dresdner Zwinger sind wieder Orangenbäume zu sehen. Sie kehren nach mehrjährigem Interim an ihren angestammten Platz zurück.

Nach der Sanierung des Dresdner Zwingerhofes kehren die Orangenbäumchen zurück. Die aus Italien stammenden Bitterorangen hatten in ihren Kübeln seit 2021 im Barockgarten Großsedlitz ihr Quartier. In dieser Woche sollen 52 Pomeranzen wieder an ihren angestammten Platz gelangen und entlang der Hauptwege im Zwinger aufgestellt werden, teilten die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten mit. Sie bleiben im Sommer über im Freien, dann geht es wieder in die Orangerie von Großsedlitz ins Winterquartier. 

Bäume inzwischen mehr als 3,5 Meter hoch

Nach Angaben von Schlösserland ist bei Umzug Fingerspitzengefühl und Kraft gefragt. Die inzwischen mehr als 3,5 Meter hohen und etwa 120 Kilogramm schweren Pomeranzen werden auf einen speziell gefertigten Anhänger verladen, der mit einem Windschutz die Baumkronen während der Fahrt schützen soll. Insgesamt gibt es 80 Zwinger-Pomeranzen. Die restlichen Pflanzen haben im April neue Kübel bekommen und sollen in diesem Sommer noch keinem Umzugsstress ausgesetzt werden.

Orangenbäume als Zeichen von Macht und Reichtum 

Die Bäume stehen seit 2017 im Zwinger und sollen an dessen Geschichte als Orangerie erinnern. Unter Kurfürst August dem Starken gab es hier einst 1.700 Orangenbäumchen. 

Die Bogengalerien des Zwingers dienten als Winterquartier. „Damals galt es als Zeichen von Macht und Reichtum, die empfindlichen Pflanzen nördlich der Alpen kultivieren zu können“, hieß es. Im Staatsbetrieb kümmern sich spezialisierte Gärtner – sogenannte Orangeure – um die Pflanzen. Um die Pflege der Bäumchen zu finanzieren, werden noch Paten gesucht.

dpa

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