Fußball "Nicht die Keule rausholen": Magdeburg nach Derbypleite

Trainer Petrik Sander analysierte die Niederlage betont sachlich. Foto: Andreas Gora/dpa
Trainer Petrik Sander analysierte die Niederlage betont sachlich. Foto
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Magdeburgs Serie von fünf ungeschlagenen Spielen reißt gegen Dynamo Dresden. Nach Führung verliert der FCM, weil bei Standardsituationen die Konzentration fehlt. Gegen Hannover soll es besser werden.

Derby verloren, Serie gerissen, in der Tabelle wieder nach unten gerutscht: Das Duell gegen Dynamo Dresden lief für den 1. FC Magdeburg so gar nicht nach Wunsch. Nach fünf ungeschlagenen Spielen in Serie kassierten die Blau-Weißen eine 1:2-Niederlage und bleiben so weiter im Abstiegskampf hängen. 

"Am Ende war es zweimal zu einfach, gegen uns ein Tor zu schießen. Ich sehe bei beiden Gegentoren unglücklich aus - beim ersten kommt die Flanke rein, wo ich vorbei segele und beim zweiten habe ich den Ball so gewischt, dass er dem Gegner vor die Füße fällt", ärgerte sich FCM-Kapitän und Torwart Dominik Reimann über die Gegentreffer. Dabei war der FCM nach starker Anfangsphase der Gäste durch das sechste Saisontor von Mateusz Zukowski in Führung gegangen. 

Zukowskis sechstes Tor zu wenig

"Man muss diese Führung besser verwalten und besser ausspielen. Da darf man die Konzentration bei Standardsituationen nicht verlieren", analysierte Magdeburgs Trainer Petrik Sander. Dynamo glich nach einer Ecke aus, bei der die Blau-Weißen gleich mehrere Abschlüsse zuließen, und kam dann nach einem schwach verteidigten Freistoß noch vor der Pause zum Führungstreffer. 

Nach der Pause hatte der FCM Gelegenheiten zum Ausgleich, doch Zukowski vergab diese ebenso wie Marcus Mathisen in der Schlussphase. Auch wenn Magdeburg einmal mehr durch schwache Standard-Verteidigung Punkte abgegeben hat, wollen sie sich in Sachsen-Anhalt nicht von ihrem Weg abbringen lassen. 

Altbekannte Konzentrationsschwächen vor Gegentreffern

"Wir werden nicht die Keule rausholen und auf die Mannschaft draufschlagen. Wir werden das auswerten und relativ schnell zur Tagesordnung übergehen müssen, weil das nächste Spiel schon vor der Tür steht", betonte Sander. Am Freitag empfängt der FCM Hannover 96 mit Ex-Trainer Christian Titz. Man darf gespannt sein, wie der frühere Erfolgstrainer an alter Wirkungsstätte empfangen wird, lief die Trennung doch ungewöhnlich zäh ab. 

Gegen die schnellen Hannoveraner mit ihrem gefährlichen Umschaltspiel kommen noch einmal andere Aufgaben auf die Magdeburger zu, wenn es darum geht, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu holen. Dafür benötigt es dann auch wieder mehr Konzentration bei Standards und mehr Power in den Zweikämpfen.

dpa