Gesundheit Blutkonserven knapp – Ministerin bittet um Spenden

Blutspenden werden unter anderem für wichtige Operationen gebraucht. (Symbolbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Blutspenden werden unter anderem für wichtige Operationen gebraucht. (Symbolbild) Foto
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Wegen Grippewelle und Winterferien fehlt es in Brandenburg an Blutkonserven. Die Gesundheitsministerin ruft dringend zum Spenden auf, um Operationen und Behandlungen nicht zu gefährden.

Wegen einer angespannten Versorgungslage hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller (parteilos) die Bevölkerung zur Blutspende aufgerufen. Zu Beginn des Jahres seien Blutkonserven landesweit knapp, teilte das Gesundheitsministerium mit. Gründe seien unter anderem eine starke Grippewelle sowie die Winterferien, durch die viele regelmäßige Spenderinnen und Spender Termine kurzfristig absagen oder verreisen.

Der Bedarf an Blutspenden bleibe jedoch unverändert hoch – etwa für Operationen, nach Unfällen oder bei Schwangerschaften. "Blut lässt sich nicht künstlich herstellen", sagte Müller

Ministerin ruft Gesunde zur Blutspende auf

Wer sich gesund fühle, solle jetzt Blut spenden, um die medizinische Versorgung sicherzustellen und Verschiebungen lebenswichtiger Eingriffe zu vermeiden, so die Ministerin. 

Nach Angaben des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost werden derzeit Spenderinnen und Spender aller Blutgruppen dringend gesucht, besonders der Blutgruppen 0 positiv und 0 negativ. Einige Blutpräparate sind nur kurz haltbar: Thrombozyten können demnach lediglich vier Tage verwendet werden, Erythrozytenkonzentrate bis zu 42 Tage.

Grundvoraussetzung für eine Blutspende ist es, über 18 Jahre alt zu sein, wie es das Ministerium mitteilte. Die Spendetauglichkeit werde jeweils tagesaktuell ärztlich geprüft.

dpa

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