Sachsens großes Archäologie-Museum in Chemnitz freut sich über neue Besucherrekorde. Im Kulturhauptstadtjahr 2025 zählte das Museum knapp 105.000 Besucher - das sind 45 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie seit der Eröffnung, wie aus einer Mitteilung des Staatlichen Museums für Archäologie (smac) hervorging. 2024 wurden demnach rund 72.000 Besucher gezählt. Der bisherige Rekord wurde im Jahr 2023 mit knapp 85.000 Besuchern aufgestellt.
Auch die Sonderausstellung über den Bergbau im vergangenen Jahr war demnach die meistbesuchte in der Geschichte des Museums - rund 45.000 Besucher wurden dort gezählt. Die Sonderausstellung über die antiken italienischen Städte Pompeji und Herculaneum aus dem Jahr 2022/23 hatte zuvor die meisten Besucher angezogen (knapp 34.000).
Direktorin nennt Kulturhauptstadtjahr einen "Segen"
Chemnitz trug vergangenes Jahr den Titel der Kulturhauptstadt Europas - ebenso wie das slowenische Nova Gorica. Das Museum war im Mai 2014 im denkmalgeschützten Gebäude des früheren Kaufhauses Schocken eröffnet worden. Der markante Bau stammt aus dem Jahr 1930 nach einem Entwurf des Architekten Erich Mendelsohn.
Museumsdirektorin Sabine Wolfram nannte das Kulturhauptstadtjahr einen "Segen" für ganz Chemnitz und das Museum: "Ich ziehe eine durchweg positive Resonanz, denn nicht nur haben viele Gäste aus anderen Teilen Deutschlands unser Archäologie-Museum kennengelernt. Durch die Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes ist auch die Fachwelt auf die reiche Chemnitzer Kulturszene aufmerksam geworden."
Was ist dieses Jahr geplant?
In Sachsen wird 2026 die Vielfalt jüdischer Kultur mit einem Themenjahr gefeiert. Im smac sind dazu Ausstellungen und eine Ringvorlesung geplant. Im Oktober soll eine Ausstellung über die Etrusker eröffnen. Sie soll Schmuck, Keramik und Alltagsgegenstände der geheimnisvollen Kultur aus Mittelitalien zeigen.