Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat sich nach einem Angriff auf Journalisten im nordthüringischen Fretterode betroffen gezeigt. "Der Übergriff auf drei Journalisten in Fretterode ist erschütternd. Ich verurteile das auf das Schärfste", teilte der CDU-Politiker mit. Es handele sich um eine Attacke auf die Pressefreiheit und die grundlegenden Werte der Demokratie. "Unser Rechtsstaat ist wehrhaft und stark. Deshalb ist es gut, dass die Strafverfolgungsbehörden konsequent handeln", so Voigt.
In Fretterode im Norden Thüringen waren am Mittwoch Journalisten von "Spiegel-TV" angegriffen worden. Nach Angaben des Spiegel-Verlags hätten zwei der drei Journalisten durch den Einsatz von Reizgas, aber auch durch Schläge Verletzungen davongetragen. "Die Betroffenen wurden medizinisch versorgt und konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen", teilte eine Sprecherin mit. "Spiegel TV" habe Anzeige bei der Polizei erstattet.
Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Es gibt zwei Tatverdächtige: ein 56-Jähriger und sein 22-jähriger Sohn. Beide werden der rechtsextremen Szene zugeordnet.
Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sagte, es handele sich um einen "unerträglichen Angriff auf die Pressefreiheit". Man müsse nun aber zunächst die Ermittlungen abwarten.