Ausstellungen
Wie Herzog Ernst I. zwei Residenzen prägte

Vor 200 Jahren entstand das Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha und der hier in einer Porträtbüste dargestellte Ernst I. vo
Vor 200 Jahren entstand das Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha und der hier in einer Porträtbüste dargestellte Ernst I. von Sachen-Coburg und Gotha war dadurch für zwei Residenzen verantwortlich. Foto
© Martin Schutt/dpa
Vor 200 Jahren wurde das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha gegründet. Eine Ausstellung der Stiftung Friedenstein in Gotha zeigt auch, wie der Umbruch prägte – mit 125 besonderen Objekten.

In einer neuen Ausstellung in Gotha blickt die Stiftung Friedenstein auf ein prägendes Ereignis vor 200 Jahren: Damals wurden die Ernestinischen Herzogtümer neu geordnet und das Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha entstand mit Landesteilen im heutigen Bayern und Thüringen.

Mit Schloss Friedenstein in Gotha und Schloss Ehrenburg in Coburg gehörten nach der Erbteilung mit einem Mal zwei gut 80 Kilometer voneinander entfernte Residenzen Herzog Ernst I. (1784–1844) – inklusive des jeweiligen Kulturgutbestands in den Sammlungen, Bibliotheken und Archiven.

Gotha und Coburg arbeiten zusammen

Zu diesem Jubiläum organisiert die Stiftung Friedenstein mit weiteren Institutionen aus Coburg und Gotha verschiedene Ausstellungen und Präsentationen. Die Schauen in Gotha selbst sollen vor allem dem Netzwerk des Herzogs dort nachspüren.

Die Jubiläumsausstellung in Gotha "Coburg | Gotha | 1826. – Ein Herzog. Zwei Residenzen." (12. April bis 5. Juli) dokumentiert im Spiegelsaal von Schloss Friedenstein die Zeit des Umbruchs etwa mit Huldigungsschreiben, besonderen Keramiken, Muscheln und anderen Objekten. 125 Gegenstände erzählen laut Stiftung so die Geschichte der Sammlung in dieser Zeit. Der Eintritt in die Ausstellung im Spiegelsaal ist kostenlos.

Zusätzliche Präsentation 

Parallel zur Ausstellung läuft die für Besucher kostenpflichtige Präsentation der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten "Im Auftrag des Herzogs - Ernst I. und die Thüringische Residenzenlandschaft" (12. April bis 3. Januar 2027) im Nordflügel des Schlosses. Darin werden etwa die Auswirkungen der Neuaufteilung der ernestinischen Territorien auf die Thüringische Residenzenlandschaft thematisiert. Historische Abbildungen zeigen zudem die Räume von Herzog Ernst I. auf dem Friedenstein.

dpa