Die Zahl der Drogentoten hat im vergangenen Jahr in Thüringen einen neuen Höchststand erreicht. 2025 starben laut Polizei 77 Menschen im Freistaat an einer Überdosis oder anderen Folgen von Drogenkonsum. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erfassung 2006. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 wurden 50 Drogentote gezählt, 2023 waren es 42, wie aus der vor Ostern vorgestellten polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht.
Rauschgifttodesfälle umfassen demnach Überdosierungen, langjährigen Missbrauch, Selbsttötungen unter Drogeneinfluss, Entzugserscheinungen oder tödliche Unfälle von unter Drogen stehenden Personen. Unter den Drogentoten im vergangenen Jahr waren 62 Männer und 15 Frauen im Alter von 17 bis 59 Jahren.
Neben den Todesfällen registrierte die Polizei auch die Sicherstellung von großen Drogenmengen: Am häufigsten wurden demnach Marihuana mit knapp 247 Kilogramm, Methamphetamin mit etwa 34 Kilogramm, Haschisch mit rund 33 Kilogramm und Kokain mit mehr als 10 Kilogramm beschlagnahmt. Bei neuen psychoaktiven Substanzen wurden im vergangenen Jahr unter anderem erstmals seit 2021 rund 8,7 Kilogramm Ketamin beschlagnahmt.