Gerichtsverhandlung
Urteil im Prozess um rechtsextremistische Gruppe erwartet

Nach vielen Verhandlungstagen soll nun am 1. April ein Urteil im zweiten Prozess am Oberlandesgericht in Jena um die rechtsextre
Nach vielen Verhandlungstagen soll nun am 1. April ein Urteil im zweiten Prozess am Oberlandesgericht in Jena um die rechtsextremistische Kampfsportgruppe "Knockout 51" fallen. (Symbolbild) Foto
© Martin Schutt/dpa
Mutmaßliche Mitglieder und ein mutmaßlicher Unterstützer von "Knockout 51" sind in dem Staatsschutzverfahren angeklagt. Schon jetzt ist eine Kundgebung am Tag der Urteilsverkündung geplant.

Im Staatsschutzverfahren gegen mutmaßliche Mitglieder und einen mutmaßlichen Unterstützer einer rechtsextremistischen Kampfsportgruppierung soll bald ein Urteil fallen. Etwa ein Jahr nach Beginn des Prozesses am Thüringer Oberlandesgericht wird der Richterspruch am 1. April erwartet, wie das Gericht mitteilte.

Die Bundesanwaltschaft wirft den drei Angeklagten unter anderem die Beteiligung an beziehungsweise die Unterstützung einer kriminellen und später auch terroristischen Vereinigung vor. Der Vertreter des Generalbundesanwalts hatte in seinem Plädoyer hohe Haftstrafen gefordert. Die Verteidiger hatten Freisprüche für die drei angeklagten Männer gefordert.

Demonstration angekündigt

Im Thüringer Verfassungsschutzbericht 2024 wird die in Eisenach gegründete Gruppierung "Knockout 51" als "rechtsextremistische Kampfsportvereinigung" bezeichnet. Nach Erkenntnissen von Ermittlern soll die Gruppe etwa versucht haben, einen "Nazi-Kiez" in Eisenach zu schaffen.

Kurz vor Beginn der Verhandlung am 1. April ist laut Gericht vor dem Haupteingang eine Versammlung unter dem Titel "Rechten Terror beim Namen nennen" angemeldet worden.

dpa