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Rheda-Wiedenbrück Mutter geht aufs Schützenfest und lässt Zweijährigen alleine im Auto

Blaulicht eines Polizeiwagens
Die Beamten machten kurzen Prozess und schlugen die Scheibe des Autos ein (Symbolbild)
© Carsten Rehder / DPA
Weil ein Zweijähriger in Rheda-Wiedenbrück weinend in einem Auto saß, hat die Polizei die Scheibe des Wagens eingeschlagen und das Kind befreit.

Fürsorgepflicht scheint für manche Eltern ein Fremdwort zu sein. Besorgte Polizisten haben ein weinendes und am ganzen Körper zitterndes Kleinkind aus einem abgeschlossenen Auto im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück befreit. Wie die Polizei mitteilte, wählten Passanten am Montagabend den Notruf, nachdem sie den etwa zwei Jahre alten und schreienden Jungen in dem parkenden Wagen bemerkt hatten. Die Polizisten fackelten nicht lange und schlugen kurzerhand die Seitenscheibe ein. Anschließend holten die Beamten das aufgelöste Kind aus dem Fahrzeug. Wie die "Rheinische Post" berichtet, habe der Zweijährige "bitterlich" geweint und nach seiner Mutter gerufen.

Rheda-Wiedenbrück: Polizei führt "deutliches Gespräch" mit der Mutter

Von den Eltern fehlte zunächst aber noch jede Spur. Es vergingen zehn Minuten, ehe die Mutter an ihrem Auto auftauchte. Die Frau kam mit einer Freundin von einem Schützenfest. Die "Rheinische Post" berichtet, dass die Polizisten ein "deutliches Gespräch" mit der Mutter führten. Nun soll der Fall an das Jugendamt übergeben werden.

Rheda-Wiedenbrück: Mutter geht aufs Schützenfest und lässt Zweijährigen alleine im Auto
hh/DPA

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