Ukrainische Schulen Russland beschießt gezielt Schulen – wie die Lehrer trotzdem den Unterricht in der Ukraine aufrechterhalten

Kinder an Schultischen, Ukraine
Die Kinder gehen in die erste Klasse der Atlantic School in der Hauptstadt der Ukraine
© Andrzej Rybak
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar wurden dort nach offiziellen Angaben fast 2500 Bildungseinrichtungen beschädigt und 337 komplett zerstört. Trotz der massiven Angriffe unterrichten die Lehrer online weiter – auch, um den Kindern ein Stück Normalität zu geben.

Die Schule 226 im Kiewer Neubauviertel Obolon ist geschlossen. Der riesige Betonklotz aus der Sowjetzeit wird nur spärlich beheizt, in den langen Korridoren herrscht gähnende Leere. Die Hausmeisterin, eine strenge Frau, die hier seit der Sowjetzeit arbeitet, lässt niemanden rein. Auf dem verschneiten Hof bauen ein paar Kinder einen Schneemann.

"Seit dem Kriegsausbruch habe ich meine Schüler nur zwei Mal gesehen - und niemals die ganze Klasse auf einmal", sagt Katerina Pastuschenko. "Zuletzt war das zum Beginn des Schuljahres am 1. September als die Kinder ihre Schulbücher in der Schule abholten." Seitdem lernen alle online und sitzen zu Hause. Es ist Krieg in der Ukraine.

Mehr zum Thema

Newsticker