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New Jersey Weißer Professor klagt wegen Rassismus, weil seine schwarzen Kollegen mehr verdienen

Ein Professor unterrichtet in einem Uni-Seminar
Seminar an einer Uni (Symbolbild)
© skynesher / Getty Images
Der große Unterschied im Jahresgehalt brachte einen weißen Professor dazu, sein College wegen Rassismus zu verklagen. Trotz einer besseren Ausbildung verdiene er weit weniger als seine schwarzen Kollegen, argumentiert er.

Ein weißer Professor verklagt sein College in New Jersey wegen rassistischer Diskriminierung, nachdem er herausgefunden hatte, das zwei seiner schwarzen Kollegen etwa ein Dritel mehr verdienen als er. Der Chemieprofessor William T. Lavell reichte Klage gegen seinen Arbeitgeber, das Camden College, ein, weil er entdeckt hatte, dass ein Lohngefälle bei vergleichbarer Qualifizierung unter das öffentliche Recht des Bundesstaates fällt. Er argumentierte, die beiden Maschinenbau-Professoren Melvin Roberts und Lawrence Chatman hätten "ähnliche Lehrzeiten, Qualifikationen und Erfahrungen" wie er.

Datensätze weisen aus, dass Lavell im Jahr 2021 ein Jahresgehalt von 91.923 US-Dollar (gut 78.000 Euro), Roberts 137.157 US-Dollar (rund 116.600 Euro) und Chatman 142.606 US-Dollar (gut 121.000 Euro) erhalten würden. Lavell, der im Bundesstaat Maryland lebt, klagt auf mehr als 150.000 US-Dollar Schadenersatz. Lavell hat 26 Jahre an dem College unterrichtet, Roberts mehr als 31 Jahre und Chatman 30 Jahre. In der Klage wird nachgewiesen, dass Lavell "mehr berufliche Abschlüsse in seinem Arbeitsbereich" als die anderen beiden habe. 

Diskriminierungsgesetze gelten für alle

Lavell habe sich im vergangenen November bei College-Präsident Donald Borden und anderen Führungskräften mit einer "Analyse rassistischer Missverhältnisse zwischen seiner Person und vergleichbar situierten, nichtweißen Kollegen" beschwert. Vize-Präsidentin Kathleen Kane wird vorgeworfen, es abgelehnt zu haben, den Fall zu untersuchen oder den Kläger wegen seines Vorwurfs der Rassendiskriminierung anzusprechen. Arbeitsrechtler Jamison Mark sagte: "Die Diskriminierungsgesetze gibt es aus gutem Grund. Ob man weiß, schwarz oder braun ist, ist nicht entscheidend. Man darf nicht unfair behandelt werden."

Ob der Chemieprofessor mit dieser Argumentation zum Ziel kommt, muss sich erst noch entscheiden. Der Prozess dauert an.

Quelle:"Daily Mail"

bal

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