Vorsicht, Kopf! Es fühlt sich an, als könne man das eigene Gehirn nicht steuern: ein Leben als Erwachsene mit ADHS

Autorin Bettina Lüke über ein Leben mit ADHS
Autorin Bettina Lüke über ein Leben mit ADHS
© Murat Tueremis
Bettina Lüke schreibt über psychische Krankheiten. Und zwar nicht theoretisch, sondern ganz praktisch, aus ihrem eigenen Alltag. Seit bei ihr die Aufmerksamkeitsstörung ADHS diagnostiziert wurde, haben sich da einige Fragen geklärt: Warum ihr langfristiges Planen schwer fällt. Und was hinter ihrer Zettelwirtschaft steckt.

Das Foto habe ich vorletzte Woche gemacht, aus dem Auto heraus: Rote Ampel, vor mir eine Wand, die stört. Mich und mein Leben. Auf der Wand steht ADHS:

Das Bild machte die Autorin an einer roten Ampel
Das Bild machte die Autorin an einer roten Ampel
© Bettina Lüke

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivität-Syndrom. "Dahinter verbirgt sich eine der häufigsten psychischen Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen", kann man etwa beim Bundesgesundheitsministerium nachlesen, wenn man die Abkürzung googelt.

Ich bin aber erwachsen, und ich "habe" erst seit ein paar Jahren "offiziell" ADHS. Vorher war ich schusselig, jetzt weiß ich (und mein Umfeld): Man muss nicht zwangsläufig in der Schule als Zappelphilipp auffallen, um als Erwachsener an ADHS-Symptomen zu, ja: leiden.


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