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Parasit im Fisch: Er aß für sein Leben gern Sushi - dann zog er einen riesigen Bandwurm aus seinem Darm

Roher Fisch und Sashimi waren die Leibspeisen eines jungen US-Amerikaners. Bis ihm eine Entdeckung gründlich den Appetit verdarb.

Sashimi aus Lachs auf einem Teller

Sashimi aus Lachs

Der junge Mann aus Kalifornien liebte Sushi. Am liebsten aß er Sashimi, rohen Lachs, der in Scheiben geschnitten wird. Doch im August vergangenen Jahres entwickelte der 30-Jährige aus Kalifornien plötzlich seltsame Symptome: Er bekam Durchfall und heftige Magenkrämpfe. Hatte ihm etwas auf den Magen geschlagen? War vielleicht der Fisch verdorben? Immerhin aß er beinahe täglich Lachs.

Als er auf der Toilette saß, bemerkte er etwas Seltsames: Er fühlte, dass aus seinem Hintern etwas heraushing. Etwas, das warm war und sich bewegte. Er zog daran - und heraus kam ein Bandwurm. Ein Bandwurm mit beeindruckenden Maßen. Er war rund 1,7 Meter lang.

Bandwurm um Klopapierrolle

Man könnte nun meinen, der junge Mann sei bei dem Anblick des Tieres in Panik ausgebrochen. Ist er nicht. Beunruhigt war er aber trotzdem. Er nahm das Tier, wickelte es um eine leere Klopapierrolle, packte das Ensemble in eine Plastiktüte und ging damit in die Notaufnahme des "UCSF Fresno’s Community Regional Medical Center". Über den ungewöhnlichen Patienten berichtet der Notfallmediziner Kenny Banh in dem Podcast "This won't hurt a bit". Im Krankenhaus angekommen, verlangte der Mann, dass man ihn gegen Bandwürmer behandeln solle. Zum Beweis zeigte er dem Arzt den Wurm in der Plastiktüte. 

Der Kalifornier äußerte auch eine Vermutung, woher er den Wurm haben könnte: aus dem rohen Fisch, den er beinahe täglich aß. Eine Meinung, die auch der Arzt teilt. Im Podcast bestätigte Banh, er sei so gut wie überzeugt davon, dass der Kalifornier sich den Wurm auf diese Weise eingefangen hat. Wie lange er im Darm des Mannes gelebt hatte, ließ sich nicht feststellen.

Sushi-Fisch - aber bitte nur gefroren

Roher Fisch und andere Meerestiere können Parasiten und Wurmlarven enthalten. Idealerweise sollten sie vor dem Verzehr daher ausreichend erhitzt werden. Ist dies nicht erwünscht, etwa weil der Fisch roh gegessen werden soll, muss er mit Kälte behandelt werden. Wurmlarven sterben ab einer Temperatur von -20 Grad Celsius ab. Sushi-Fisch wird in der Regel für eine gewisse Zeit eingefroren und wieder aufgetaut – von diesem Fisch kann dann keine Gefahr mehr ausgehen.

Banh will Sushi und Sashimi nicht grundsätzlich verteufeln. Er weist aber darauf hin, dass es zu Fehlern in der Zubereitung kommen kann – wie offenbar bei dem jungen Kalifornier geschehen. 

Der 30-Jährige hatte Glück: Nachdem der Bandwurm entfernt war, besserten sich seine Symptome. Nur der Appetit auf Sushi dürfte ihm vergangen sein. 

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ikr
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