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News zur Coronavirus-Pandemie EU-Geberkonferenz sammelt 7,4 Milliarden Euro für Kampf gegen das Coronavirus ein


In Deutschland wird der Ruf nach einem Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen lauter. Derweil werden weiter neue Infektionen gemeldet. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Das Coronavirus hat Deutschland im Griff, auch wenn der sich etwas lockert. Einige Geschäfte sind wieder geöffnet, viele Schüler wieder in ihren Klassen. Einwände und Proteste gegen die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie nehmen zu.

Weltweit steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei fast 3,5 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 247.000 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben (Stand: Montagmorgen).

In Deutschland gibt es rund 166.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten hierzulande, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wird vom Robert-Koch-Institut mit fast 6649 beziffert. (hier finden Sie weitere Zahlen)

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick:

  • EU-Geberkonferenz sammelt 7,4 Milliarden Euro ein (18.07 Uhr)
  • Zehn Personen aus der Bundesliga sind Corona-positiv (15.42 Uhr)
  • Laschet hält Bundesliga-Konzept für tragfähig (15.10 Uhr)
  • BMI-Sprecher: "Für Fußball-Mannschaften gelten dieselben Quarantäne-Bedingungen wie für den Rest der Bevölkerung" (13.30 Uhr)
  • Niedersachsen will die Gastronomie mit Einschränkungen wieder öffnen (12.36 Uhr)
  • Heinsberg-Studie: bis zu 1,8 Millionen Infizierte in Deutschland (10.50 Uhr)
  • Haseloff verteidigt Lockerung der Corona-Maßnahmen in Sachsen-Anhalt (8.27 Uhr)
Live Blog

Die Coronakrise: Alle News von Montag, 4. Mai

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die gerechte Verteilung eines etwaigen Impfstoffs oder eines Medikaments gegen das Coronavirus eine zentrale Messlatte für den Erfolg im Kampf gegen Covid-19. Niemand könne eine Welt akzeptieren, in der einige Menschen geschützt seien, andere aber nicht, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. "Niemand von uns ist sicher, bis jeder sicher ist." Tedros zeigte sich sehr angetan von der Geber-Konferenz unter Führung der EU zur weiteren Anschubfinanzierung der Forschung gegen Covid-19. Die von verschiedenen Staaten am Montag versprochenen 7,4 Milliarden Euro seien ein starkes und inspirierendes Zeichen weltweiter Solidarität.  

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Umweltverbände drängen vor dem Autogipfel von Industrie und Bundesregierung am Dienstag auf einen Verzicht auf die von den Autokonzernen geforderte Kaufprämie für neue Pkw. "Den Konzernen dürfen nach Jahren der falschen Flottenpolitik nicht einfach so Steuermittel hinterhergeworfen werden, damit diese Autos verbilligt auf die Straße bringen", erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt am Montag in Berlin. Stattdessen verlangte er Fördermittel für öffentliche Verkehrsmittel und den Fahrradverkehr.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Luxemburg lockert die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen für die Bevölkerung. "Wir haben es geschafft, das Schlimmste zu vermeiden", sagte Regierungschef Xavier Bettel am Montag nach einer Kabinettssitzung vor Journalisten. Vom 11. Mai an dürften sich bis zu 20 Personen gemeinsam im Freien aufhalten, müssen aber die Abstandsregeln einhalten. In geschlossenen Räumen sind sechs Personen erlaubt. Bisher durften Luxemburger ihre Wohnungen nur mit einem triftigen Grund verlassen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Hertha BSC hat seinen Profi Salomon Kalou nach dessen Internet-Video mit brisanten Aufnahmen aus der Spielerkabine mit sofortiger Wirkung suspendiert. Das teilte der Berliner Fußball-Bundesligist am Montagabend mit.

    In einer Stellungnahme schrieb Hertha BSC unter anderem: "Salomon Kalou hat mit seinem Video den Eindruck vermittelt, dass die Spieler von Hertha BSC die vorgegebenen Abstands- und Hygieneregeln seitens der Gesundheitsbehörden nicht ernst nehmen. Hertha BSC möchte festhalten, dass dies die Verfehlung eines einzelnen Spielers war. Die Tatsache, dass andere Teammitglieder ihn nicht auf diese Verfehlung aufmerksam gemacht haben und stattdessen den Gruß per Handschlag erwidert haben, verdeutlicht, dass die regelmäßigen Hinweise auf die Abstands- und Hygieneregeln noch intensiver ausfallen müssen."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Im Iran haben die wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossenen Moscheen in einigen Teilen des Landes wieder geöffnet. Öffnen durften am Montag die Moscheen in rund einem Drittel der Verwaltungsbezirke, in denen als Ansteckungsrisiko als gering eingestuft wird. Die Gläubigen müssen allerdings Masken und Handschuhe tragen und dürfen während der Gebetszeiten nur eine halbe Stunde lang in den Gotteshäusern bleiben.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Eine globale Allianz gegen das Coronavirus hat 7,4 Milliarden Euro für die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten gesammelt und ihr selbstgestecktes Ziel damit erreicht. "Die Welt ist vereint gegen das Coronavirus und die Welt wird gewinnen", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag nach einer von der EU organisierten Geberkonferenz mit Dutzenden Ländern und Organisationen.

    Ziel der Konferenz war eine Summe von 7,5 Milliarden Euro beziehungsweise 8 Milliarden Dollar zu sammeln. Umgerechnet sind genau 8,07 Milliarden Dollar zusammengekommen.

    Mit einem Beitrag von einer Milliarde Euro trägt die EU-Kommission selbst einen großen Anteil dazu bei. Weitere Großspenden kommen etwa aus Deutschland (525 Millionen Euro), Frankreich (500 Millionen Euro), Großbritannien (umgerechnet 442 Millionen Euro) und Kanada (umgerechnet 780 Millionen Euro). Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sagte 100 Millionen Euro zu, Italien 140 Millionen Euro.

    Ziel der Initiative ist, dass alle Kräfte für die Forschung an Impfstoffen und Arzneien gebündelt werden und alle Länder weltweit - auch ärmere - davon profitieren. Von der Leyen machte am Montag zugleich klar, dass in den kommenden Wochen und Monaten noch viel mehr Geld gebraucht werde: "Der heutige Sprint war ein großartiger Start unseres Marathons." UN-Generalsekretär Antonio Guterres sagte, dass rund fünf Mal so viel Geld nötig sei.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Man sah es dem Regierungschef von Baden-Württemberg zuletzt deutlich an: Auch Winfried Kretschmann (Grüne) war wegen der Coronavirus-Schließungen lange nicht mehr beim Friseur, sein markanter Bürstenhaarschnitt saß zuletzt nicht mehr ganz so akkurat. Am Montag durften die Friseure unter strengen Auflagen wieder öffnen - und Kretschmann ließ sich bei seinem Stuttgarter Stammfriseur die
    Haare stutzen
    . Der Ministerpräsident trug dabei wie vorgeschrieben eine Maske vor dem Gesicht, wie ein Foto der Staatskanzlei belegt. Zuerst hatten die "Stuttgarter Nachrichten" und die "Stuttgarter Zeitung" (Online-Ausgaben/Montag) darüber berichtet.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karacsony öffnet das Rathaus der Stadt teilweise für Obdachlose, die sich wegen der Corona-Pandemie freiwillig in Quarantäne begeben wollen. Dies teilte Karacsony am Montag auf seiner Facebook-Seite mit.

    Ursprünglich hätte die Quarantäne-Station in einem leerstehenden Schulgebäude im Randbezirk Csepel eingerichtet werden sollen. Doch eine Unterschriften- und Plakat-Kampagne des Bezirksbürgermeisters Lenard Borbely aus der rechtsnationalen Regierungspartei Fidesz, die sich gegen die Obdachlosen richtete, brachte Karacsony von diesem Plan ab.  

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Jeder Tag, den die coronabedingte Schließung von Betrieben andauert, bringt neue Arbeitslose. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Wissenschaftler Tanja Bauer und Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, die in dem Fachorgan makronom.de veröffentlicht wurde.

    "Unsere Schätzungen kommen zu dem Schluss, dass jeder Tag von wirtschaftlichen Schließungen beziehungsweise Ausgangsbeschränkungen die Arbeitslosigkeit erheblich erhöht hat", heißt es in dem Text der beiden Wissenschaftler. Dies resultiere sowohl aus zusätzlichen Zugängen in Arbeitslosigkeit als auch aus weniger Abgängen in Beschäftigung.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist wegen der Corona-Krise auf einen historischen Höchststand gestiegen. Im April seien 571.477 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen, teilte am Montag die Arbeitsagentur AMS mit. Die Arbeitslosenquote liege bei 12,8 Prozent. Damit waren Ende April mehr als 210.000 mehr Österreicher ohne Job als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

    Auch die Kurzarbeit nahm deutlich zu: Es seien 104.000 Kurzarbeitsanträge für 1,2 Millionen Menschen gestellt worden, erklärte die AMS. Arbeitsministerin Christine Aschbacher zeigte sich allerdings optimistisch, dass die Zahl der Arbeitslosen bereits wieder auf dem Rückgang sei. Der Höhepunkt habe Mitte April gelegen, die Kurve flache bereits ab.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Im Gegensatz zu Sachsen-Anhalt hält Mecklenburg-Vorpommern trotz geringerer Infektionsquote bis auf
    weiteres an der strengen Zwei-Personen-Regel für Kontakte im öffentlichen Raum fest.
    "Es ist vereinbart, dass über eine Verlängerung des Kontaktverbotes am Mittwoch in der Telefonkonferenz zwischen der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder gesprochen wird. Dabei bleibt es für uns", betonte Regierungssprecher Andreas Timm am Montag in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die am 22. März vereinbarte Kontaktsperre zur Eindämmung des Coronavirus ist zunächst bis zum 10. Mai befristet und gilt derzeit auch noch in fast allen Bundesländern.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Das italienische Statistikamt hat von Ende Februar bis März wesentlich mehr Tote gemeldet als in den Vorjahren. In dem Zeitraum seien mehr als 90.000 Menschen gestorben - fast 38,7 Prozent mehr als durchschnittlich zu dieser Zeit in den Jahren 2015 bis 2019, teilte die nationale Statistikbehörde mit. Vor allem der stark betroffene Norden des Landes meldete erheblich mehr Tote in diesen Wochen. Das bedeute in der Periode eine "Übersterblichkeit" von 25.354 Fällen, davon seien 13.710 diagnostizierte Covid-Fälle, teilte das Amt mit. Istat legte nahe, dass es sich bei den zusätzlichen Toten um nicht diagnostizierte Covid-19-Todesfälle handeln könnte oder auch um Menschen, die wegen der Krise in den Krankenhäusern nicht in die Klinik gingen oder nicht behandelt werden konnten.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Mit einer virtuellen Benefizgala wollen zahlreiche US-Promis von der Coronavirus-Pandemie betroffenen New Yorkern helfen. Bei der im Radio und Fernsehen übertragenen Veranstaltung werden am 11. Mai Bon Jovi, Billy Joel, Mariah Carey und Sting für Musik sorgen, wie der Sender iHeartRadio mitteilte. Als Gäste wurden unter anderem die Schauspieler Robert De Niro und Julianne Moore, die Sängerinnen Jennifer Lopez und Barbra Streisand, Regisseur Spike Lee sowie New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo und Bürgermeister Bill de Blasio angekündigt. Der Erlös der Gala soll der Hilfsorganisation Robin Hood zu Gute kommen, die sich der Armutsbekämpfung in New York verschrieben hat.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Amazon bekommt in Frankreich keine Kurzarbeit genehmigt. Ein entsprechender Antrag sei vom Arbeitsministerium abgelehnt worden, hieß es von Seiten Amazons. Der Gerichtsstreit um Coronavirus-Sicherheitsvorkehrungen wirke sich auf die Tätigkeit Amazons aus. In diesem Zusammenhang sei die Kurzarbeit beantragt worden, von der "andere Unternehmen profitiert haben", erklärte der Konzern in einer Mitteilung. Der Antrag sei abgelehnt worden, weil die Schließung der Logistikzentren nicht damit verbunden sei, dass weniger bestellt werde, sondern wegen einer Gerichtsentscheidung, für diesen Fall sei Kurzarbeit nicht geplant.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Hoffen und Bangen auf dem Kreuzfahrtriesen "Mein Schiff 3": Rund 2900 Tui-Crew-Mitglieder aus zahlreichen Ländern sind wegen eines positiven Corona-Falls in dem in Cuxhaven liegenden Schiff unter Quarantäne. Alle Menschen an Bord wurden getestet. Die Ergebnisse sollten möglicherweise am Montagabend vorliegen. Die Besatzung aller Tui-Cruises-Schiffe ist seit mehr als vier Wochen in Isolation: Der letzte Kontakt der "Mein-Schiff"-Flotte zur Außenwelt war nach Unternehmensangaben am 23. März - an dem Tag seien die letzten Gäste von Bord gegangen.

tkr

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