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Demenz: Pokern gegen Alzheimer

Mit Karten das Hirn fit halten: Senioren, die oft Kreuzworträtsel lösen oder Karten spielen, leiden deutlich seltener an Demenzerkrankungen wie beispielsweise Alzheimer. Das berichten französische Forscher.

Menschen, die mindestens zwei Mal pro Woche geistig stimulierenden Beschäftigungen nachgehen, verringern einer aktuellen französischen Studie zufolge ihr Demenzrisiko um die Hälfte. Wie die Wissenschaftlerinnen vom französischen Instituts für Gesundheits- und Medizinforschung (Inserm) in Paris mitteilen, zeigten Kartenspiele, Kreuzworträtsel oder künstlerische Aktivität diese Wirkung unabhängig von Bildungsniveau, Geschlecht, Lebensweise oder allgemeinem Gesundheitszustand.

Passive Aktivitäten wie Musik hören oder Fernsehen verringerten das Auftreten von Demenzsymptomen dagegen nicht, wie es in der im Fachblatt "Neurology" veröffentlichten Studie heißt. Auch körperliche Aktivität wie Gartenarbeit, Basteln oder Spaziergänge hatten demnach kaum Auswirkungen auf das Demenzrisiko.

Die Forscherinnen Tasnime Akbaraly und Claudine Berr werteten für ihre Studie die Daten von 6000 über 65-Jährigen aus drei französischen Städten aus. In der Zeit von 1999 bis 2001 traten unter ihnen 161 neue Fälle von Demenz oder Alzheimer auf. Mit der Studie wollten die Forscherinnen herausfinden, welche Aktivitäten die so genannte "kognitive Reserve" stimulieren, also die Fähigkeit, alternative Neuronen beim Verlust von Gehirnzellen zu nutzen. "Die kognitive Reserve ermöglicht es, das Auftreten von Symptomen bei Menschen mit Alzheimer zu verzögern", sagte Akbaraly. Die Studie zeige, dass die geistige Stimulation ein wichtiger Faktor im Kampf gegen Demenzerkrankungen sein könne.

AFP / AFP
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