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Demenzerkrankung: Alzheimer überwiegend genetisch bedingt

12.000 Zwillingspaare haben internationale Forscher auf Alzheimererkrankungen untersucht. Ihr Ergebnis: Die Gene spielen eine weit größere Rolle, als bislang angenommen. Überraschend groß sogar.

Das Alzheimer-Risiko liegt zu rund 80 Prozent in den Genen. Das hat ein internationales Forscherteam beim Vergleich von fast 12.000 Zwillingspaaren herausgefunden. "Dies bedeutet nicht, dass die Umwelt unwichtig ist", sagte die Hauptautorin, Margaret Gatz von der Universität Südkalifornien in Los Angeles. Die Umwelt könne eine Rolle dabei spielen, ob und wann die Erkrankung ausbreche.

Zudem lasse sich von dieser Studie nicht auf den Einzelfall schließen. Selbst bei Zwillingen, deren Erbgut völlig gleich ist, gebe es Unterschiede. Auch wenn einer von diesen erkranke, entwickele in rund der Hälfte der Fälle sein genetisch identischer Zwilling entweder gar kein Alzheimer oder bekomme die Krankheit später.

Die meisten früheren Studien seien zu einem geringeren Einfluss der Gene gekommen, erläuterte Gatz. Die Teilnehmerzahl sei diesmal jedoch mindestens zehn Mal größer gewesen als bei diesen Untersuchungen. Die Daten stammen aus einem schwedischen Zwillingsregister. Bei 392 Paaren hatte mindestens ein Zwilling Alzheimer. Das genetisch bedingte Alzheimer-Risiko sei bei Männern und Frauen gleich hoch, wenn das Alter berücksichtigt werde. Die Studie ist in der Februarausgabe des Fachblatts "Archives of General Psychiatry" (Bd. 63, S. 168) erschienen.

DPA

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