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Fischöl-Kapseln gegen Demenz: Goldene Versprechen

Fischöl-Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren sollen vor vielen Krankheiten schützen. Mancher nimmt sie ein, um sich geistig fit zu halten. Doch der Nutzen ist zweifelhaft.

Von Lea Wolz

Fischöl-Kapseln sollen gut für die Gesundheit sein - doch ob sie wirklich helfen, ist zweifelhaft

Fischöl-Kapseln sollen gut für die Gesundheit sein - doch ob sie wirklich helfen, ist zweifelhaft

In Apotheken oder Reformhäusern sind Omega-3-Kapseln oder andere Fischölpräparate in großer Anzahl im Regal zu finden. Viele schwören auf die goldgelben Dragees, die reichlich Omega-3-Fettsäuren enthalten und gut für die Gesundheit sein sollen: Eine ganze Reihe an positiven Wirkungen wird den Kapseln zugeschrieben - sie sollen vor Herzleiden schützen, bei Depressionen helfen und Demenz vorbeugen.

Ohne Zweifel sind Omega-3-Fettsäuren in kleinen Mengen wichtig für den Körper. Siesind gut fürs Herz, da sie den Blutdruck und die Blutfettwerte senken, Entzündungen hemmen und einer Gefäßverkalkung vorbeugen können. Da der Körper sie größtenteils nicht selbst herstellen kann, müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden: Die beiden Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) kommen natürlicherweise etwa in Fischsorten wie Hering, Makrele, Thunfisch oder Lachs vor. Alpha-Linolensäure (ALA) ist vor allem in Lein-, Raps-, Soja- oder Walnussöl enthalten.

Doch viele schwören auf die zusätzliche Einnahme von Fischöl-Kapseln, um Krankheiten vorzubeugen oder zu therapieren. Wie sinnvoll das ist, ist umstritten. Und immer mehr Studien entzaubern die Dragees, die manchem als eine Art Wundermittel gelten. Erst vor Kurzem kam eine Übersichtsarbeit zu dem Schluss, dass Fischöl-Kapseln Patienten, die bereits Herzkreislaufprobleme hatten, offenbar nicht vor weiteren Herzleiden schützen. Auch wenn die Ergebnisse dieser Studie unter Wissenschaftlern umstritten sind - frühere Untersuchungen konnten durchaus einen Nutzen nachweisen -, sind sich die Forscher in einem Punkt einig: Um eine eindeutige Empfehlung zu geben, reichen die Daten nicht aus. Ähnliches gilt für den Einsatz der Dragees gegen Depressionen. Auch hier ist unsicher, ob die Fette helfen.

Nun haben Wissenschaftler der Cochrane-Collaboration untersucht, ob Omega-3-Fettsäuren tatsächlich dazu beitragen können, den Geist fit zu halten und vor Demenz zu schützen. Sie kommen zu dem ernüchternden Ergebnis, dass Fischöl-Kapseln älteren Menschen kaum mehr nutzen als wirkstofffreie Präparate.

Kein gutes Zeugnis für die Kapseln

Für ihre Übersichtsarbeit fassten die Forscher um Emma Sydenham von der London School of Hygiene und Tropical Medicine die Ergebnisse dreier qualitativ hochwertiger Studien zusammen. Daran nahmen insgesamt 3536 Menschen teil, die alle über 60 Jahre alt waren. Kein Teilnehmer zeigte zu Beginn Anzeichen leichter geistiger Beeinträchtigungen oder gar einer Demenz.

Bei zwei der drei Studien nahmen die Probanden täglich entweder Fischöl-Kapseln ein, die EPA und DHA enthielten, oder Placebos. Weder die Patienten noch die Ärzte wussten, wer welche Dragees schluckte. Die Studiendauer war einmal auf sechs und einmal auf 24 Monate angesetzt, die Placebos enthielten Oliven- oder Sonnenblumenöl.

In der dritten Studie, die in die Übersichtsarbeit mit einfloss, beschmierten die Teilnehmer täglich ihr Brot entweder mit Placebo-Margarine oder mit solcher, die mit den Omega-3-Fettsäuren EPA, DHA und/oder ALA angereichert war. Die Patienten dieser Studie hatten alle zuvor schon einmal einen Herzinfarkt erlitten, und in erster Linie sollte untersucht werden, ob sich die Fischöl-Kapseln positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Zusätzlich erfassten die Forscher aber auch die geistige Fitness der Teilnehmer.

Die Ergebnisse der Übersichtsarbeit stellen Fischöl-Kapseln kein gutes Zeugnis aus: Ältere Menschen, die solche Dragees einnehmen, würden ihr Demenz-Risiko dadurch nicht senken, schreiben Sydenham und ihr Team. Allerdings weisen die Wissenschaftler auch auf mögliche Einschränkungen hin: "Alle Studien liefen nur über einen relativ kurzen Zeitraum. Wir konnten daher lediglich leichte Verschlechterungen der kognitiven Funktionen in beiden Gruppen beobachten", sagt Alan Dangour, Ernährungswissenschaftler und Co-Autor des Cochrane-Reportes. "Es ist daher möglich, dass sich ein Effekt der Nahrungsergänzungsmittel erst nach längerer Zeit zeigt." Um die Langzeiteffekte von Fischöl-Kapseln zu untersuchen, seien daher weitere Studien nötig, so die Wissenschaftler.

Fisch und gesunde Öle

Das sieht Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Postdam-Rehbrücke ähnlich. "Die Übersichtsarbeit zeigt zwar eindeutig, dass es keinen Vorteil gibt - allerdings mit der klaren Einschränkung, dass dies für die Einnahme über einen kurzen Zeitraum gilt", sagt er. Statt zu den Dragees zu greifen, rät der Epidemiologe dazu, Nahrungsmittel auszuwählen, in denen Omega-3-Fettsäuren natürlicherweise vorkommen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von etwa 1,3 Gramm Omega-3-Fettsäuren - was zum Beispiel einem Esslöffel Rapsöl entspricht. Auch Sydenham und Kollegen raten in erster Linie zu einer ausgewogenen Ernährung mit zwei Portionen Fisch in der Woche, darunter auch fettreichen. Wer dazu noch gesunde Pflanzenöle auf seinen Speiseplan setzt, dürfte ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren versorgt sein.

Für alle, die trotzdem nicht auf die Kapseln verzichten wollen, gibt es zumindest eine gute Nachricht: Hilft das Nahrungsergänzungsmittel nicht, so schadet es offenbar gesunden Menschen zumindest auch nicht groß. In dem Cochrane-Review klagten einige Teilnehmer lediglich über leichte Übelkeit und Magen-Darm-Probleme.

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CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
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