Gesundheit Patienten bekommen im Krankenhaus regelmäßig die falschen Medikamente – Diese Ärztin hat eine Idee, um das zu ändern

Prof. Dr. Petra Thürmann ist Direktorin des Philipp Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie am Helios Universitätsklinikum Wuppertal und Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Sie lehrt an der Universität Witten-Herdecke
Prof. Dr. Petra Thürmann ist Direktorin des Philipp Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie am Helios Universitätsklinikum Wuppertal und Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Sie lehrt an der Universität Witten-Herdecke
© Michael Mutzberg
Die Pharmakologie-Professorin Petra Thürmann über Probleme mit Medikamenten im Krankenhaus – und was dagegen hilft.
Diana Helfrich

Frau Professor Thürmann, Sie beklagen schon lange, dass es im Übergang zwischen niedergelassener und stationärer Behandlung mit Arzneimitteln zu viele Probleme gibt. Was für Fehler werden dort gemacht?
Ganz typisch ist zum Beispiel, dass ein Medikament vergessen, also bei der Aufnahme ins Krankenhaus einfach nicht genannt wird. Dann bekommt der Patient oder die Patientin in der Klinik zwar seinen Blutdrucksenker, aber eben nicht den Entzündungshemmer, sodass er oder sie Schmerzen hat. Oder es gibt Verständnisfehler – der Patient kann sich nicht erinnern, wie ein Mittel heißt oder welche Dosierung verordnet wurde. Das passiert häufig, es ist ja auch Aufregung mit im Spiel: Die Hälfte der Krankenhausaufnahmen ist nicht geplant.


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