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Brechdurchfall bei Kindern: Rebellion der Eingeweide

Da kommt das Innerste nach außen: Brechdurchfall ist medizinisch gesehen jedoch meist harmlos. Damit wird der Körper schnell schädliche Mikroben los.

Meist sind an dem Malheur Viren oder Bakterien schuld

Meist sind an dem Malheur Viren oder Bakterien schuld

Hat Ihr Kind Durchfall und erbricht es sich gleichzeitig, sprechen Fachleute vom Brechdurchfall. Meist lösen Viren oder Bakterien die Rebellion der Eingeweide aus.

Ob Bakterien oder Viren, beide besetzen den Darm und den Magen und stören dort den natürlichen Gang der Dinge. Der Darm kann nicht mehr genügend Wasser und Mineralien aufnehmen, stattdessen scheidet er sie aus. Deshalb wird der Kot flüssig.

Die Durchfälle und das Erbrechen können heftig sein, dauern oft aber nur zwei bis drei Tage. Dann hat der Körper sich erfolgreich gegen die Übeltäter gewehrt und ist sie losgeworden. Denn sowohl der Durchfall als auch das Erbrechen sind Not-Reaktionen des Organismus.

Manche Kinder haben dabei auch Fieber - auch dies ist eine gesunde Reaktion des Immunsystems auf die Eindringlinge. Bauchschmerzen können ein weiteres Symptom sein, sie zeigen an, dass im Magen-Darm-Trakt noch kein Frieden herrscht.

Für Säuglinge und Kleinkinder kann Brechdurchfall besonders deshalb gefährlich werden. Denn sie verlieren schnell viel Flüssigkeit und damit auch Mineralstoffe. Damit Ihr Kind nicht austrocknet, sollten sie ihm viel zu trinken geben, am besten immer wieder in kleinen Portionen. Geeignet sind gezuckerte, lauwarme Tees und verdünnte Fruchtsäfte mit je einer Prise Salz.

Maren Wernecke / Jan Schweitzer