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Körper & Psyche: Stützkorsett für den Körper

Unser Knochengerüst und seine Gelenke werden durch Dutzende von Muskelpaketen gehalten und bewegt - Das Knie ist ein hoch empfindliches Gelenk

Unser Knochengerüst und seine Gelenke werden durch Dutzende von Muskelpaketen gehalten und bewegt. So sorgt der Trapezius für die Mobilität unserer Schulterpartie – und reagiert mit Verspannungen, wenn wir (etwa bei Büroarbeit) lange krummbuckelig und mit hängenden Schultern sitzen. Der untere Rücken wird gestützt von den zwei breiten Lappen des Latissimus dorsi, die sich bis hoch unter die Achselhöhlen ziehen und auch für die Armbeweglichkeit zuständig sind. Unter dem Trapezius und dem Latissimus dorsi liegen die (in der Zeichnung nicht sichtbaren) langen, senkrecht verlaufenden Stränge der „autochthonen“ Rückenmuskulatur. Sie ummanteln die Wirbelsäule, die vor allem in ihrem unteren Bereich empfindlich ist. So geschieht es häufig, dass die Puffer zwischen den einzelnen Wirbeln, die Bandscheiben, aus ihrer Fassung rutschen und schlimmstenfalls einen Nerv einquetschen. Ist die umliegende Muskulatur stark, haben die Bandscheiben bessere Stütze – „Vorfälle“ werden unwahrscheinlicher. Auch eine gut trainierte Bauchmuskulatur kann Rückenleiden vorbeugen – weil sie von vorne stützt.

Sensibles Scharnier

Das Knie ist ein hoch empfindliches Gelenk. Weil die Enden von Oberschenkel- und Schienbeinknochen kaum zusammenpassen, müssen Bänder und Knorpel das labile Scharnier am Laufen halten. Kreuzbänder stabilisieren das Konstrukt, die Menisken puffern Erschütterungen ab – beide sind aber ihrerseits hoch sensibel, vor allem verletzungsanfällig. Die Kontaktflächen der Knochen und die Rückseite der Kniescheibe sind mit einer wenige Millimeter dicken Schicht aus Knorpelzellen überzogen, die für das reibungslose Gleiten der Gelenkkomponenten sorgt. Wenn dieser Schutzmantel durch Verletzungen, Krankheit oder Verschleiß (Arthrose) angegriffen ist, schwillt das Gelenk an, wird steif und schmerzt

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