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Äquivalent von 300 Tassen: Überdosis Koffein verabreicht - zwei Studenten zahlten fast mit ihrem Leben

An der Northumbria University im britischen Newcastle wäre Wissenschaftlern beinahe ein tödlicher Fehler unterlaufen: Zwei Studenten wurde im Rahmen einer Studie ein hohe Überdosis Koffein verabreicht - weil ein Komma falsch gesetzt wurde.

Koffein

Eine Überdosis Koffein wäre für zwei Studenten beinahe tödlich verlaufen

Ein fehlgeschlagenes Experiment hätte zwei junge Männer aus dem britischen Newcastle 2015 beinahe das Leben gekostet. In dem darauffolgenden Prozess hat das zuständige Gericht nun ein Urteil gesprochen und die Universität zu einer Strafe von umgerechnet 470.000 Euro verurteilt, wie die britische BBC kürzlich berichtete. Vor Gericht ließ die Universität bezüglich des Vorfalls verlauten, man würde sich "ehrlich und zutiefst entschuldigen". Was war geschehen?

Bei dem Versuch ging es darum, herauszufinden, wie sich Koffein auf die Leistung von Sportlern auswirkt. Zwei Studenten der Universität nahmen freiwillig an dem Experiment teil, bekamen dann jedoch versehentlich eine Überdosis von 30 Gramm Koffein verabreicht. Dies entspricht einer Menge, die in zirka 300 Tassen Kaffee enthalten ist. Laut BBC sagte der Staatsanwalt vor Gericht, diese Menge hätte ohne weiteres tödliche Folgen haben können. Schon der Konsum von 18 Gramm Koffein sei bei einem früheren Fall tödlich geendet.

Koffein-Berechnung am Handy

Nachdem die Dosis verabreicht wurde, hatten sich bei den Studenten schnell starke Nebenwirkungen eingestellt. Als der Fehler bemerkt wurde, wurden sie umgehend einer Dialyse unterzogen, um tödliche Folgen zu verhindern. Der Grund für das Beinahe-Unglück war offenbar eine fehlerhafte Berechnung: Die Wissenschaftler, die das Experiment durchführten, hatten bei der zu verabreichenden Menge ein Komma falsch gesetzt, was zu der Überdosierung führte. Früher hatte die Universität bei ähnlichen Versuchen auf Koffeintabletten gesetzt, dann sei man jedoch auf Pulver umgestiegen.

Der zuständige Staatsanwalt bemängelte vor Gericht, die Wissenschaftler seien nicht erfahren genug gewesen, um das Experiment ohne Aufsicht durchzuführen. "Die Universität unternahm keine Schritte, um sicherzustellen, dass die Angestellt wussten, wie das geht." Offenbar wurde die Berechnung der Dosis an einem Handy durchgeführt - nicht unbedingt wissenschaftlicher Standard: Dabei war die Dezimalstelle verrutscht. Glücklicherweise haben sich die beiden Probaten seit dem Vorfall wieder vollständig erholt.

amt

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.