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Missgebildetes Kind: Lakshmi aus Klinik entlassen

Sie war mit vier Armen und Beinen geboren worden und ähnelte so einer in Indien verehrten Göttin. In einer 27-Stunden-Operation befreiten Ärzte in Bangalore Lakshmi von den überschüssigen Gliedmaßen, nun wurde das Kind aus dem Krankenhaus entlassen.

Für ein kleines indisches Mädchen, dem bei einer Mammutoperation je zwei überzählige Arme und Beine abgetrennt wurden, kann jetzt ein neues Leben beginnen. Rund einen Monat nach der erfolgreichen OP wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen. "Lakshmi geht es gut. Sie sollte keine Probleme beim Laufen haben", erklärte Chefchirurg Sharan Patil in Bangalore der Nachrichtenagentur AP. "Sie ist eine Heldin."

Presseberichten zufolge kann die Kleine inzwischen sogar zehn Minuten auf ihren zwei Beinen stehen. Sie wurde von ihrem Vater und ihrem Bruder in der Klinik abgeholt und schaute mit großen Augen auf die Presseleute, die sich um sie scharten. Die kleine Lakshmi, benannt nach einer vierarmigen Hindu-Göttin, war im Mutterleib mit einem Zwilling zusammengewachsen, der sich aber nicht weiterentwickelte. So übernahm sie dessen Glieder und auch Organe wie Nieren und Magen. Die seltene Missbildung wird in der Medizin als Ischiopagus bezeichnet. In ihrem Dorf im nördlichen Unionsstaat Bihar wurde Lakshmi als Göttin verehrt. Andere wollten Geld mit ihrer Missbildung machen.

AP / AP
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