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News zum Coronavirus: Weltweit sind nun mehr als 20.000 Menschen am Coronavirus gestorben

In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten. Derweil geht die Umsetzung der strengen Beschränkungen im öffentlichen Leben und die Vorbereitung des umfangreichen Rettungspakets für Wirtschaft und Bürger weiter. Alle Entwicklungen im stern-Liveblog.

Ein italienischer Corona-Patient wird in die Helios-Klinik Leipzig eingeliefert

Ein italienischer Covid-19-Patient wird in die Helios-Klinik in Leipzig eingeliefert. Weltweit sind nun mehr als 20.000 Menschen dem neuartigen Coronavirus erlegen.

AFP

Das Coronavirus breitet sich weltweit immer schneller aus. Nachdem erst vergangenen Samstag die Marke von 300.000 Infizierten überschritten worden war, sind es vier Tage später schon über 420.000. Weltweit mehr als 20.000 Menschen sind dem Virus inzwischen erlegen. In Deutschland sind bislang mehr als 33.000 Infektionen registriert, so die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in den USA. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 9000 sowie Bayern mit mehr als 6300 und Baden-Württemberg mit mehr als 5800 Fällen. 164 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

Das öffentliche Leben ist deshalb in vielen Ländern deutlich eingeschränkt. Seit Dienstag gilt auch für 1,3 Milliarden Inder eine "vollständige Ausgangssperre". In Großbritannien und Spanien gibt es vielfach Probleme mit der Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Gesellschaft vor einer "historischen Aufgabe" und mahnt eindringlich, den Kontakt zu Mitmenschen drastisch einzuschränken. Die Fußball-Bundesliga wird deshalb ihre Spiele vorerst bis Ende April aussetzen. Die Olympischen Spiele von Tokio werden in diesem Jahr nicht stattfinden. In den USA verabschiedete der Kongress derweil ein historischen Hilfsprogramm über fast zwei Billionen US-Dollar.

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

Zahlen und Karten zur Ausbreitung des Virus finden Sie hier.

Alles, was Sie zum Thema Reisen in Zeiten des Coronavirus wissen müssen, finden Sie hier. 

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Mehr als 20.000 Corona-Tote weltweit (19.15 Uhr)
  • Bundestag beschließt historisches Hilfspaket ( 16.49 Uhr)
  • Abiturprüfungen sollen wie geplant stattfinden (14.51 Uhr)
  • Putin verschiebt wegen Coronavirus Referendum über Verfassungsreform (14.36 Uhr)
  • Bundestag senkt Hürde für Beschlussfähigkeit (14.08 Uhr)
  • Spanien verzeichnet nun mehr Todesopfer als China (12 Uhr)
  • Prinz Charles positiv auf Coronavirus getestet (11.51 Uhr)
DPA / AFP

Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Liveblog

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Im Kosovo hat die Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti ein Misstrauensvotum inmitten der Coronavirus-Krise nicht überstanden. Die Koalitionsregierung von Kurti ist erst seit knapp zwei Monaten im Amt. Wegen des politischen Umgangs mit der Corona-Epidemie hatten sich die Koalitionspartner gestritten. Es blieb zunächst unklar, wie die Regierung ihre Arbeit nun fortsetzen soll, da das Land wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit keine Neuwahlen abhalten kann.

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    Angesichts ansteigender Totenzahlen in der Corona-Krise hat die Millionenmetropole New York eine provisorische Leichenhalle errichtet. Die weißen Zelte wurden außerhalb des Bellevue Krankenhauses in Manhattan aufgebaut, wie Fotos zeigten und lokale Medien übereinstimmend am Mittwoch berichteten. Die Internetseite "Politico" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im Heimatschutzministerium, dass erwartet würde, dass die Leichenschauhäuser in der Ostküstenstadt nächste Woche an ihre Kapazitätsgrenze stoßen.

  • Tim Sohr
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    Die europäischen Regierungen müssen nach Einschätzung des früheren EZB-Präsidenten Mario Draghi rasch den Schock der Corona-Krise für die Wirtschaft überwinden - auch um den Preis hoher Schulden. Die Alternative wäre eine dauerhafte Zerstörung der Wirtschaft, schreibt Draghi in einem Gastbeitrag für die "Financial Times". Der Staat müsse Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten der Unternehmen schützen. Schulden in der Privatwirtschaft müssten übernommen und gestrichen werden, damit Arbeitsplätze und damit das Einkommen der Familien erhalten blieben. Liquidität müsse rasch über die Kreditmärkte bereitgestellt werden. "Und das muss sofort geschehen, indem Verzögerungen durch die Bürokratie vermieden werden." Draghi, der vielen als der Retter des Euro in der europäischen Staatsschuldenkrise gilt, gab im Oktober den Posten an der Spitze der Europäischen Zentralbank ab.

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    Die NHL verschiebt wegen der Coronavirus-Pandemie wichtige Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit. Wie die beste Eishockey-Liga der Welt mitteilte, sind davon die Talentsichtung, die Talentauswahl (der sogenannte Draft) und die Vergabe der NHL Awards betroffen. Alle drei Termine waren für Juni geplant. Die Liga begründete die Entscheidung mit der Unsicherheit durch die Pandemie. Die NHL-Saison ist derzeit unterbrochen und wird frühestens Mitte Mai fortgesetzt.

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    In Großbritannien sind 28 weitere Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Damit seien insgesamt 465 Patienten der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, berichten britische Medien unter Berufung auf eine Stellungnahme des Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS).

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    In der Türkei ist die Zahl der Todesopfer der Corona-Epidemie um 15 auf 59 gestiegen, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca per Twitter mitteilt. 561 weitere Menschen hätten sich nachgewiesenermaßen mit dem Virus angesteckt. Damit seien 2433 Infektionsfälle bestätigt. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 5000 Menschen getestet worden.

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    Wegen mehr als 200 Fällen von Infektionen mit dem Coronavirus in den Reihen des US-Militärs dürfen die Soldaten im Ausland nicht mehr reisen. Dieser Befehl gelte für 60 Tage und betreffe alle Bereiche des Militärs, Zivilbeschäftigte und Familienangehörige, sagt Verteidigungsminister Mark Esper zu Reuters. "Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass wir das Virus nicht nach Hause bringen, andere anstecken, und dass wir es nicht innerhalb des Militärs verbreiten." Betroffen sind US-Soldaten auf der ganzen Welt. Eine Ausnahme ist Esper zufolge der Abzug von US-Soldaten aus Afghanistan. Deren Zahl soll nach der Vereinbarung mit den radikal-islamischen Taliben vom Februar auf 8600 reduziert werden.

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    In Rumänien soll die gesamte Bevölkerung der Hauptstadt Bukarest und anderer größerer Ballungsräume auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet werden. Das kündigte Gesundheitsminister Victor Costache an. Mobile Teams sollten von Haus zu Haus gehen und den Bürgern Testmaterial abnehmen. Die Gesamtzahl der für die Test vorgesehenen Bürger stand zunächst nicht fest, weil die Regionen noch nicht genau definiert waren.

    Vorbild sei dabei das Corona-Krisenmanagement in Südkorea, wo ebenfalls breit getestet worden sei, sagte der Minister weiter. Für die Aktion würden in Bukarest "mindestens zwei, maximal fünf Millionen" Test-Sets gebraucht. Nächste Woche erwarte man den Import von etwa 180 000 Tests. Allein die Hauptstadt hat offiziell rund zwei Millionen Einwohner, inoffiziell wird die Zahl auf vier Millionen geschätzt. Der Sender "Digi24" rechnete vor, dass für eine Untersuchung all dieser Menschen 2660 Tage oder mehr als sieben Jahre benötigt würden.

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    Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden äußert sich kritisch zum Wunsch von Präsident Donald Trump, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossenen Unternehmen sollten bis Ostern wieder öffnen. Ein solcher Schritt wäre "eine Katastrophe", sagt Biden in einer Video-Konfenrez mit Journalisten. Die Gouverneure von rund zwanzig Bundesstaaten haben die Bevölkerung aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Es wäre katastrophal für unsere Bevölkerung und unsere Wirtschaft, wenn wir jetzt die Leute zurück zur Arbeit schickten", sagt Biden. Man fange gerade erst an, Auswirkungen davon zu sehen, dass die Menschen Abstand zueinander hielten. Würde dies aufgehoben, werde es nur eine zweite Infektionswelle geben. "Das wäre auf lange Sicht weitaus verheerender."

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    Der französische Präsident Emmanuel Macron will massiv in das öffentliche Gesundheitssystem investieren. Sobald diese Krise vorbei sei, werde es einen umfassenden Investitionsplan und bessere Berufschancen im Krankenhauswesen geben, sagt Macron bei einem Besuch in Ostfrankreich. Dort breitet sich das Coronavirus derzeit rasant aus. Das französische Gesundheitswesen steht vor dem Kollaps. Zudem habe er entschieden, das Militär einzusetzen, um die Bevölkerung zu unterstützen, sagt der Präsident.

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    Wegen der Corona-Pandemie werden auch die amerikanischen Tony-Theaterpreise verschoben. Die eigentlich für den 7. Juni geplante Verleihung in der New Yorker Radio City Music Hall werde auf unbestimmte Zeit verschoben, teilten die Veranstalter mit. "Die Gesundheit und Sicherheit der Broadway-Gemeinschaft, der Künstler und Fans ist für uns von größter Bedeutung", hieß es in einer Mitteilung. Die Tonys zählen zu den wichtigsten Theaterpreisen der Welt.

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    Der Gesundheitsminister des von der Coronavirus-Krise besonders hart getroffenen Iran, Saeid Namaki, hat eine vorläufige Schließung des iranischen Parlaments gefordert. "Ich bitte sie, für mindestens zwei Wochen die Sitzungen im Parlament abzusagen", wandte sich Namaki am Mittwoch in einem Schreiben an Parlamentspräsident Ali Laridschani. Dies stehe im Einklang mit dem im Ministerium verabschiedeten Plan für die Reduzierung sozialer Kontakte. Die Sitzungen könnten durch Videoschaltungen ersetzt werden, schrieb der Minister am Mittwoch, wie die Nachrichtenagentur Fars meldete.

    Die Zahl der Corona-Toten stieg in dem Land mit über 80 Millionen Einwohnern bis Mittwoch auf mehr als 2000, über 27 000 Menschen waren als mit dem Covid-19-Erreger, dem Sars-CoV-2-Virus, infiziert registriert.

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    Der wirtschaftliche Abschwung und die Arbeitslosigkeit infolge der Coronavirus-Pandemie werden nach Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) voraussichtlich drastischer ausfallen als bei der internationalen Finanzkrise 2008. Das zeigten jüngste Projektionen, sagt WTO-Generalsekretär Roberto Azevedo in einer auf der Internetseite der WTO veröffentlichten Video-Botschaft. Konkrete Vorhersagen seien erst in einigen Wochen verfügbar, doch WTO-Experten rechneten bereits mit "einem sehr kräftigen Rückgang des Handels".

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    Die Deutsche Telekom, Vodafone, Orange und fünf weitere Mobilfunkanbieter sind bereit, ihre Ortsdaten der EU-Kommission zur Verfügung zu stellen. So solle die Verbreitung des Coronavirus verfolgt werden, teilt die Lobbygruppe der Mobilfunkanbieter GSMA mit. Vertreter der Konzerne sowie von Telefonica, Telecom Italia, Telenor, Telia und A1 Telekom Austria trafen am Montag mit EU-Industriekommissar Thierry Breton zusammen. Die EU-Kommission will anonymisierte Daten verwenden. Allerdings gibt es zunehmend Kritik, dass Regierungen die Mobilfunkdaten nutzen wollen, um die Einhaltung einer Quarantäne und das Bewegungsprofil Infizierter zu kontrollieren.

  • Tim Sohr
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    In Frankreich ist die Zahl der Todesopfer binnen eines Tages um 231 auf 1331 gestiegen. Das teilen die Gesundheitsbehörden mit. Mit einem Plus von 21 Prozent ist der Anstieg etwas langsamer als in den beiden vorangegangenen Tagen. In der Statistik der Regierung werden allerdings nur die Patienten geführt, die in Krankenhäusern gestorben sind. Bald sollen auch diejenigen aufgenommen werden, die in Alten- und Pflegeheimen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlegen sind. Dann dürfte die Zahl der Todesopfer nach oben schnellen. Den Behörden zufolge wurden insgesamt 25.233 Infektionsfälle registriert, 13 Prozent mehr als 24 Stunden zuvor.

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