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Oben ohne: Brustkrebs bei Männern

Weniger als ein Prozent der Brustkrebspatienten sind Männer. Weil für sie die Vorsorge noch nicht so entwickelt ist, wird die Krankheit oft erst spät erkannt. Das verschlechtert die Heilungschancen.

Ja, auch Männer können Brustkrebs bekommen. Die Erkrankungszahlen sind im Vergleich zu Frauen recht gering – für das Jahr 2010 zählte man ca. 610 Männer und 70.000 Frauen, die in Deutschland erkrankten.

Die Ursachen, Symptome, Untersuchungsverfahren und Behandlungen decken sich mit denen beim weiblichen Brustkrebs. Leider ist die Überlebensrate bei Männern viel niedriger, da der Brustkrebs in der Regel sehr spät erkannt wird. Welcher Mann rechnet schon damit? Es gibt auch kaum Vorsorge. Umso früher ein Krebs erkannt wird, umso besser sind die Heilungsmöglichkeiten. Gerade daher ist es enorm wichtig, auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

Die Niederländische Fotografin Suzanne Reitsma hat sich diesem Thema angenommen. Sie zeigt betroffene Männer mit Narben in ihrem privaten Umfeld. Mich rühren die Fotos gerade wegen ihrer intimen Inszenierung sehr. Für ihre Serie "Lees hij voor zij" ("Ersetze sie durch er") wurde Suzanne Reitsmas Serie beim Pride Photo Award mit einer "Besonderen Erwähnung" geehrt. Weitere Bilder finden Sie auf ihrer Homepage.

Informationen über Brustkrebs beim Mann gibt es zum Beispiel beim Netzwerk Männer mit Brustkrebs, in der Charité, oder beim Krebsinformationsdienst. Spezielle Artikel zum Thema und Interviews gibt es jetzt neu beim Brustkrebsmagazin MammaMia, dort kann man auch einen kostenlosen Ratgeber bestellen.

Männer, in deren Familie oft und früh Krebsdiagnosen gestellt wurden, gebe ich die Anregung, sich auf das Krebsgen testen zu lassen. Das BRCA-Netzwerk hilft gerne weiter.

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