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Internationaler Schlafvergleich: Diese Grafik zeigt, wo Langschläfer und Frühaufsteher wohnen

Eine Studie hat die Schlafverhalten in verschiedenen Ländern untersucht. Das Ergebnis zeigt, wo sich die Eulen und wo die Lerchen tummeln.

Internationale Schlafgewohnheiten: Die X-Achsen zeigen die Aufstehzeit (Wake time) beziehungsweise die Zubettgehzeit (Bedtime) für 20 ausgewählte Länder. Die vertikalen Y-Achsen zeigt die Schlafdauer in Stunden (Sleep duration (hours)).

Internationale Schlafgewohnheiten: Die X-Achsen zeigen die Aufstehzeit (Wake time) beziehungsweise die Zubettgehzeit (Bedtime) für 20 ausgewählte Länder. Die vertikalen Y-Achsen zeigt die Schlafdauer in Stunden (Sleep duration (hours)).

Gehen Sie mit den Hühnern ins Bett oder sind Sie eher eine Nachteule? Brauchen Sie viel Schlaf, oder kommen Sie auch mit einer kleineren Ration gut durch den Tag? So oder so: Eine aktuelle Studie der amerikanischen Universität von Michigan könnte Ihnen dabei helfen, Ihr nächstes Reiseziel auszuwählen. Sprich: Das Land zu finden, das am besten zu Ihren Schlafgewohnheiten passt. 

Die Forscher haben nämlich Schlafdauer, Aufsteh- und Zubettgehzeit in verschiedenen Ländern untersucht und miteinander verglichen. Dafür nutzten sie Daten der Smartphone-App "Entrain", die ursprünglich dafür entwickelt worden war, den Jetlag beim Fliegen zu bekämpfen. Die Nutzer pflegen ihre Schlafgewohnheiten dabei selbst in die Software ein. Die 20 Länder mit den meisten Dateneinträgen wertete das Wissenschaftler-Team für ihre Studie aus. Am Ende hatten sie Daten von annähernd 9000 Nutzern gesammelt, die Hunderttausende von Dateneinträgen vorgenommen hatten.

Deutschland bewegt sich im Mittelfeld 

Das Resultat bedient ein paar Klischees, ist aber durchaus interessant. Demnach gehen die Menschen in Japan spät ins Bett und stehen früh wieder auf. Spanier gehen ebenfalls spät schlafen, blieben aber morgens gern etwas länger liegen. Die meisten Stunden Schlaf pro Nacht gönnen sich wiederum die Niederländer - mit durchschnittlich mehr als acht Stunden Nachtruhe. Hierzulande gehen die Menschen offenbar kurz nach 23.15 Uhr ins Bett und stehen zwischen 7 und 7.15 Uhr wieder auf.

Die Gründe für die unterschiedlichen Schlafzeiten sind laut den Autoren der Studie nicht ganz klar. Zum einen könnten die unterschiedlichen Hell-Dunkel-Zeiten eine Rolle spielen. Aber auch die kulturellen Einflüssen seien nicht zu vernachlässigen. Die innere Uhr könne demnach Einfluss auf die abendliche Zubettgehzeit haben, gesellschaftlicher Druck sich möglicherweise auf die Aufstehzeit auswirken, sagte Daniel Forger, einer der Autoren der Studie zum News-Portal Vox.com. Die Forscher wollen die Studie künftig mit noch präziseren Messtechniken, etwa smarten Armbändern, weiterführen, um das Schlafverhalten der Menschen noch besser zu ergründen.



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