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Hormonspirale: Für fünf Jahre verhüten

Für langfristige Planung: Bis zu fünf Jahren kann die Hormonspirale im Körper bleiben und eine Schwangerschaft verhindern. Nebenwirkungsfrei ist diese Verhütungsmethode jedoch nicht.

Nur 2,5 bis 3,5 Zentimeter groß: die Hormonspirale

Nur 2,5 bis 3,5 Zentimeter groß: die Hormonspirale

Die Hormonspirale verbindet die Wirkungsweisen der Kupferspirale und der Antibabypille. Statt der Kupferteilchen gibt ein T-förmiger Kunststoffkörper ein synthetisches Gestagen, das Levornorgestrel, täglich in kleiner Menge an die Gebärmutter ab. Dieses Hormon verdickt den Schleim des Gebärmutterhalses, so dass er für Spermien undurchdringlich wird, und hemmt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Diese wird insgesamt auch dünner, so dass sich eine befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Geringe Mengen des Hormons verlassen über die Blutbahn die Gebärmutter - und gelangen so auch zu den Eierstöcken. Das verändert die Hormonproduktion und wirkt sich unterschiedlich auf den Eisprung aus: Nur bei etwa 15 Prozent bleibt er aus. Er kann sich aber verzögern oder die Eireifung ist gestört. Wenn Sie die Spirale wieder entfernen lassen, bildet sich das aber recht schnell wieder zurück, so dass Sie schwanger werden können.

Die Spirale ist eine Methode der Langzeitverhütung und kann bis zu fünf Jahren im Körper bleiben - damit ist das Thema Verhütung erst einmal für lange Zeit vom Tisch. Sie ist sehr zuverlässig - der Pearl-Index liegt bei 0,16 - und wirkt sofort nach dem Einsetzen.

Weniger Regelbeschwerden und Nebenwirkungen

Mit der Hormonspirale treten in den ersten Monaten häufig Schmierblutungen auf, aber das gibt sich meist wieder. Manche Frauen haben dauerhaft unregelmäßige Blutungen, bei einigen bleiben sie ganz aus. Insgesamt fällt die Menstruation aber schwächer aus, auch mögliche Regelbeschwerden verbessern sich, und das empfinden viele Frauen als positiv. Da die Hormondosis bei der Spirale deutlich geringer ist als bei der Pille und vor allem in der Gebärmutter wirkt, sind Nebenwirkungen insgesamt seltener.

Dennoch kommt es vor, dass Frauen über Kopfschmerzen, ein Spannungsgefühl in der Brust oder depressive Verstimmungen klagen. Manche bekommen eine unreine Haut, nehmen zu oder haben weniger Lust auf Sex.

Sollten Sie einmal starke Schmerzen verspüren, begleitet von ungewöhnlichen Blutungen oder wenn die Regel ausbleibt, obwohl sie das sonst nicht tut, sollte der Arzt eine Eileiterschwangerschaft ausschließen. Ebenso sollte Ihr Mediziner sicherstellen, dass die Spirale nicht in die Gebärmutterwand eingedrungen ist und diese verletzt hat.

Die Kosten für eine Hormonspirale liegen bei etwa 250 bis 350 Euro für fünf Jahre. Wer sie früher entfernt, bekommt nichts erstattet. Die halbjährlichen Ultraschalluntersuchungen müssen Sie auch selbst bezahlen. Sie liegen bei etwa 40 Euro. Obwohl die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Verhütungsmittel übernehmen, wenn Sie jünger als 20 Jahre sind, wird dies in einigen Fällen bei der Hormonspirale abgelehnt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Entzündungen und Erkrankungen ausschließen

Der ideale Zeitpunkt für das Einsetzen ist am Anfang der Menstruation, weil dann der Gebärmutterhals etwas geöffnet ist. Das Einführungsrohr ist jedoch etwas dicker als bei der Kupferspirale, daher kann das Einsetzen schwieriger und womöglich etwas schmerzhafter sein, vor allem bei jüngeren Frauen oder jenen, die noch nicht geboren haben. Danach sollte der Arzt den Sitz der Spirale regelmäßig überprüfen; das erste Mal gleich nach dem Einsetzen, dann etwa vier bis sechs Wochen danach, anschließend alle sechs Monate. Sie kann verrutschen oder ausgestoßen werden, ohne dass Sie etwas davon bemerken müssen. Doch das kommt insgesamt eher selten vor.

Lassen Sie sich gründlich untersuchen. Denn in bestimmten Fällen darf der Arzt die Spirale nicht einlegen, etwa wenn Sie eine Entzündung in der Vagina oder im Gebärmutterhals haben. Ungeeignet ist sie auch für Frauen mit besonders kleiner oder fehlgebildeter Gebärmutter und bei Verdacht auf Krebs der inneren Geschlechtsorgane. Auch wenn Sie schon einmal eine Eileiterschwangerschaft hatten oder ihr Körper die Spirale immer wieder ausstößt, kommt sie für Sie nicht in Betracht.

Sonja Helms
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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