Wie schade, dass Sie diese Schmerz-Odyssee erleben mussten. Retardiertes Verapamil eignet sich für die Vorbeugung von Clusterkopfschmerzen, die Wirkung ist wissenschaftlich belegt. Die Zulassung eines Medikamentes für eine Erkrankung kann nur durch den Hersteller beantragt werden. Das gesetzlich vorgeschriebene klinische Prüfprogramm kostet einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Hersteller rechnen sich aus, diesen Einsatz für die Indikation Clusterkopfschmerz niemals mehr verdienen zu können. Es leidet ca. 1 von 10 000 Menschen an Clusterkopfschmerz. Das ist der Grund. Ohne Zulassung darf der Hersteller das Einsatzgebiet nicht empfehlen und bewerben. Ärzte verordnen dann „off-label“ auf eigenes Risiko.
Adressen von bundesweiten Kopfschmerztherapeuten finden Sie unter http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/vor-und-nachsorge/
Gründe können die körperliche Anstrengung (Anstrenungskopfschmerz), Wasser- und Elektrolytverlust sowie Kohlenhydratmangel mit Blutzuckerabfall sein. Achten Sie auf diese Parameter und reduzieren Sie die Anstregung.
Kopfschmerzen am Morgen nach dem Aufwachen können in Ihrem Alter viele Ursachen haben. Ein Clusterkopfschmerz ist aufgrund Ihrer Schilderungen wenig wahrscheinlich. Er tritt auch gewöhnlich nicht im Alter plötzlich neu auf. Häufige Kopfschmerzursachen schließen u.a. z.B. Wassermangel ein. Über Nacht verliert man Flüssigkeit durch die Atmung und erst durch Trinken am Vormittag gleicht sich dies wieder aus. Häufig sind Medikamente oder deren nachlassende Wirkung über Nacht Kopfschmerzursache, z.B. Herz- und Blutdruckmittel. Es gibt auch einen sog. Schlafgebundenen Kopfschmerz. Besonders ältere Menschen wachen mit Kopfschmerzen auf und Kaffee hat dabei eine nachgewiesene Wirkung. Man kann auch den Kaffee vor dem Einschlafen trinken, das kann die Kopfschmerzen verhindern.
„Einrenken“ ist keine empfohlene Therapie bei Kopfschmerzen. Diese Behandlung ist auch gefährlich. Es können Verletzungen der Halsschlagader auftreten mit schwerwiegenden Folgen, wie Gefäßverletzungen und Schlaganfall. Lassen Sie sich dringend bei einem Neurologen untersuchen.