VG-Wort Pixel

Stiftung Warentest Krebsgefahr im Nagellack - warum sie von einigen Fläschchen die Finger lassen sollten

Nagellack kann krebserregende Nitrosamine enthalten
Nagellack kann krebserregende Nitrosamine enthalten
© GettyImages
Farbe auf den Nägeln rundet jedes Outfit ab und hebt die Stimmung. Doch Nagellacke können auch krebserregende Nitrosamine enthalten. Stiftung Warentest erklärt, wie sich Verbraucher schützen können.

Nagellack ist beliebt - ob in rot, schwarz oder der aktuellen Trendfarbe grasgrün. Umfragen ergaben, dass sich 12,6 Millionen Frauen regelmäßig die Nägel lackieren, das bedeutet: mindestens einmal in der Woche. Was vielen dabei nicht bewusst sein dürfte: Nagellacke bergen durchaus gesundheitliche Risiken, allen voran können sie krebserregende Nitrosamine enthalten. In einer Stichprobe wurden die Stoffe in 67 von 114 getesteten Nagellacken gefunden, berichtet Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe. Einige Lacke waren demnach so hoch belastet, dass der weitere Verkauf verboten werden musste.

Wie die Nitrosamine entstehen, ist noch nicht abschließend geklärt. Als wahrscheinlich gilt jedoch, dass der Inhaltsstoff Nitrocellulose die Entstehung der giftigen Stoffe begünstigt. Die Hersteller der Lacke verwenden Nitrocellulose als Bindemittel. Denkbar wäre dann etwa, dass es im Lack zu unbeabsichtigten Reaktionen verschiedener Inhaltsstoffe kommt und dabei Nitrosamine entstehen.

Nitrosamine könnten über Haut und Nägel in den Körper wandern

Der Schutz vor den Stoffen ist in jedem Fall wichtig: Für Nitrosamine existiere kein sicherer Schwellenwert, heißt es seitens des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Grundsätzlich sollten Verbraucher daher darauf achten, die Zufuhr von Nitrosaminen möglichst gering zu halten. Die Stoffe könnten demnach über Haut oder Finger- und Fußnägel in den Körper gelangen.

Wie können sich Verbraucher schützen? Stiftung Warentest empfiehlt all denjenigen, die auf Nummer sicher gehen wollen, Lacke ohne Nitrocellulose zu verwenden. Der Stoff ist auf der Inhaltsliste deklariert. 

Übrigens: Nicht nur die Nagellacke selbst, sondern auch die Inhaltsstoffe von Nagellackentfernern können die Gesundheit beeinflussen, berichtet Warentest. Die Dämpfe der Lösemittel können demnach die Atemwege reizen oder zu Kopfschmerzen führen. Die Prüfer raten daher, Nagellackentferner nur sparsam und bei geöffnetem Fenster zu benutzen. Weil die Entferner stark entfettend wirken, ist es sinnvoll, Haut und Nägel nach der Anwendung einzucremen.

Stiftung Warentest hat alle wichtigen Fragen und Antworten zu Nagellacken hier zusammengestellt.

Gesunde Fingernägel
ikr

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker