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Gesunde Zähne: Stiftung Warentest prüft Zahnpasta - und rät von zwei Tuben ab

Stiftung Warentest hat 28 Universalzahncremes getestet. Die erfreuliche Nachricht: Der Großteil schützt vor Karies und entfernt Verfärbungen zuverlässig. Zwei Produkte kassieren jedoch die Note 5. 

Stiftung Warentest prüft Zahncremes

Stiftung Warentest hat 28 Zahncremes untersucht - darunter Marken- und Billigprodukte

Zahnpasten sollen die Zähne weiß machen, zuverlässig vor Karies schützen und Plaque abschmirgeln. Stiftung Warentest hat 28 Cremes näher unter die Lupe genommen und geprüft, ob die Produkte halten, was sie versprechen. Die gute Nachricht zuerst: Fast alle Cremes im Test schützen vor Karies. Immerhin jede zweite Paste entfernt Verfärbungen gut oder sehr gut. Doch es gibt auch negative Ausreißer.

 Tee, Kaffee und Zigaretten können Spuren auf den Zähnen hinterlassen und sie bräunlich verfärben. Um diesen Belag zu lösen, enthalten Zahncremes winzige Körnchen, die wie eine Art Scheuermittel wirken. Je nach verwendeter Zahnpasta kann der Abrieb mal höher, mal geringer ausfallen. Verbraucher, die zu sensiblen Zähnen und freiliegenden Zahnhälsen neigen, sollten eine Zahnpasta mit geringem Abrieb wählen, rät Warentest.

Der Testsieger für sensible Zähne ist eine Zahncreme von Odol-med 3, die "Extreme Clean Tiefenreinigung" (2,63 Euro/100 Milliliter). Sie löse dunkle Beläge "sehr gut" und sei mit nur wenig Abrieb schonend zu den Zähnen, urteilt Warentest. Wer dagegen keine Probleme mit den Zähnen habe, könne auch Pasten mit mehr Abrieb verwenden. Ebenfalls "sehr gut" schneiden die Pasten Signal Kräuterfrische (87 Cent/100 Milliliter) und Blend-a-med Complete Protect Expert (3,99 Euro/100 Milliliter) ab. Sie schmirgeln die Zähne mit mittlerer (Signal) beziehungsweise starker (Blend-a-med) Intensität. Gesunde Zähne können das aber ab.

Fluorid fehlt - mangelhafter Kariesschutz

Zwei Pasten bekamen die Testnote "Mangelhaft": das "Pflanzen Zahngel" von Weleda (5,67 Euro/100 Milliliter) und Biorepair (6,67/100 Milliliter). Beide Pasten enthalten kein Fluorid, das vor Karies schützt. Der Nutzen und die Sicherheit des Stoffes seien jedoch klar belegt, urteilt Warentest. Mögliche Vorwürfe, Fluorid erzeuge Krebs, ließen sich "wissenschaftlich nicht halten". Daher wurden die Pasten abgewertet.

Im Test enthielten zehn Zahncremes den Wirkstoff Zink. Er kann vor Plaque, Zahnstein und Mundgeruch schützen. Allerdings kann zu viel Zink auch schaden und langfristig das Immunsystem schwächen oder zu Blutarmut führen. Kinder und Jugendliche seien wegen ihres geringen Körpergewichts besonders gefährdet, so Warentest. Sie sollten daher keine zinkhaltigen Pasten verwenden. Auf fünf der zehn Zink-Pasten fehlte ein entsprechender Hinweis, dass Minderjährige sie nicht verwenden sollten. Warentest wertete die Zahncremes deshalb ab.

Den vollständigen Test mit allen Produkten gibt es gegen Gebühr hier

Zahnseide


ikr
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?