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Stern Investigativ - Rüstung und Militär

Irans Atomwaffenprogramm: "In sechs Monaten können sie die Bombe zünden"

Wann hat der Iran die Atombombe? Nach Ansicht von Experten des BND könnte das Regime schon binnen sechs Monaten eine Bombe bauen und diese testen. Das berichtet der stern. Nun arbeiten die Iraner mit Hochdruck am Bau von Trägerraketen - mithilfe deutscher Firmen.

Von Johannes Gunst, Uli Rauss und Oliver Schröm

Der Iran kann binnen kürzester Zeit eine fertige Atombombe produzieren und, ähnlich wie Nordkorea, einen unterirdischen Atombombentest durchführen. Das sagten Fachleute des Bundesnachrichtendienstes (BND) gegenüber dem stern. "Wenn sie wollen, können sie in einem halben Jahr die Uranbombe zünden."

Der Bericht des stern sorgte am Mittwoch international für Aufsehen. Behauptungen der Nachrichtenagentur Reuters, der BND weise den Bericht zurück, sind falsch.

So unmissverständlich wie die BND-Experten gegenüber dem stern hat sich bislang keine westliche Regierungsstelle oder Behörde über Irans Nuklearprogramm geäußert. Nach Erkenntnissen des Nachrichtendienstes beherrschen die Iraner mittlerweile die komplette Anreicherungstechnologie, zudem haben sie genügend Zentrifugen, um waffenfähiges Uran herzustellen. "Das hat denen vor ein paar Jahren niemand zugetraut", so ein BND-Experte zum stern. Der Iran hat nach Angaben der Wiener Atomenergiebehörde IAEA (Hier finden sie den IAEA-Report) mehr als 7000 Zentrifugen in der Atomanlage Natanz installiert, von denen bis Anfang Juni 4920 in Betrieb waren und mittlerweile gut 1,3 Tonnen Uran angereichert haben - genug für ein bis zwei Bomben.

Dem Regime in Teheran fehlt es noch an funktionierenden Trägerraketen für die Atombombe. Komponenten und Know How dafür kaufen sie insgeheim im Westen ein - auch in Deutschland. Der Chefeinkäufer des iranischen Raketenprogramms wird in der aktuellen Ausgabe des stern enttarnt: Said Mohammad Hosseinian, etwa Ende 50, reist unter zahlreichen Alias-Namen. Hosseinian steuert ein Netzwerk von mehr als 100 Tarnfirmen. Solche Unternehmen sind Briefkastenfirmen, die alle dieselbe Anschrift in Teheran haben: Vozara Building in Teheran, Khaled Islamboli Avenue, mittlerweile Intifada-Straße. Nach Einschätzung des BND ist Hosseinian "einer der meistgesuchten Männer der Welt".

Wie der stern weiter berichtet, arbeitet der Iran verstärkt an Raketen, die Atombomben zu Zielen auch in Europa transportieren könnten. Mehrere deutsche Unternehmen, vor allem Mittelständler, haben sich nach stern-Recherchen mit dem iranischen Chefbeschaffer eingelassen. Sie riskieren dabei Verstöße gegen die deutschen Außenwirtschafts- und Kriegswaffenkontrollgesetze. Zudem ist der Handel mit dem Iran durch die UN-Resolution 1747 vom März 2007 stark eingeschränkt; im Anhang dieser Resolution wird explizit vor der Organisation SHIG gewarnt, für die Hosseinian operiert.

Mitarbeit: Özlem Gezer / print
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?

Von:

und Johannes Gunst