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"Lesen!": Humorvoller Einstand von Elke Heidenreich

Mit der ersten Ausgabe ihrer neuen Sendung "Lesen!" landete Elke Heidenreich einen großen Erfolg. An Humor und Quote übertraf sie mühelos Literatur-Papst Reich-Ranicki.

Humor und Witz bestimmten am Dienstagabend Elke Heidenreichs Premiere mit ihrer ZDF-Büchersendung «Lesen!». Auch dank eines gut aufgelegten Harald Schmidt, Gast in ihrer ersten Ausgabe, gelang es der 60-jährigen Autorin und TV-Moderatorin, mit 2,45 Millionen Zuschauern (11,3 Prozent Marktanteil) etwa doppelt so viele Zuschauer für eine Literatursendung zu begeistern wie vergleichbare Formate im TV. Marcel Reich-Ranickis inzwischen beendetes ZDF-«Solo» hatte nicht einmal die Hälfte der Zuschauer.

Harald Schmidt als Reich-Ranicki-Imitator

Ihr Credo servierte Heidenreich vor den Augen von ZDF- Programmdirektor Thomas Bellut im Studio gleich zu Beginn der Sendung, von der sechs Ausgaben jährlich geplant sind. «Den Satz, "Ich komme nicht zum Lesen", möchte ich nicht mehr hören.» Neben Buchtipps lieferte Heidenreich ein filmisches Porträt des britischen Schriftstellers Tim Parks, der mit seiner Frau und drei Kindern in Verona lebt. Studiogast Harald Schmidt, ausnahmsweise ohne Krawatte, imitierte zwei Mal Reich-Ranicki und empfahl das Buch «Zwölf» des 17-jährigen Autoren Nick McDonell als «Einstiegsdroge» für Nachwuchsleser.

"Wer nicht lesen will, soll hören"

In dem Buch geht es um New Yorker Jugendliche, die sich am Millenniums-Silvestertag mit Designerdrogen zukiffen wollen. «Lest dieses Buch, Kids», munterte Schmidt die jungen Zuschauer auf. «Volldröhnen könnt Ihr Euch hinterher!» Elke Heidenreich präsentierte zum Schluss den ganz leseunwilligen Zuschauern Antoine de Saint-Exupérys Erzählung «Der kleine Prinz» als Hörbuch-Empfehlung. Heidenreich: «Wer nicht lesen will, soll zumindest hören.» Ihre nächste Ausgabe: am 10. Juni.