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"Sex and the City": Star-Autorin sieht Macht des Beischlafs schwinden

Die Schöpferin der Seifenoper "Sex and the City", Candace Bushnell, hat offenbar den Glauben an die Macht des Beischlafs verloren.

"Sex ist nicht mehr so eine große Sache", sagte Bushnell. Der Beischlaf eigne sich nicht mehr als Waffe, die Frauen gegen Männer einsetzen könnten, sagte die 44-jährige Blondine, die in ihrem Prada-Kostüm aussah, wie eine ihrer Heldinnen. Bushnells autobiografisch angehauchter Roman "Sex and the City" und ihre Zeitungskolumne im New York Observer waren die Vorlage für die gleichnamige Fernsehserie über eine Gruppe sexhungriger Single-Frauen. Bushnell selbst ist seit vergangenem Jahr verheiratet.

Die Hauptfigur in ihrem neuen Roman "Trading Up" betrachtet Männern vor allem als Karrieresprungbrett - am Ende aber ohne Erfolg. Anstelle von Männern bräuchten Frauen heute andere Frauen, um weiterzukommen, sagte Bushnell bei dem Interview im Prominenten-Lokal "The Ivy" in Los Angeles. "Heutzutage weiß man ja nie, was passieren wird. Beziehungen (zu Männern) halten nicht mehr ewig. Das wirkliche Thema sind nun Seilschaften von Frauen." Die Karrierechancen für Frauen ständen gut, wenn sie hart arbeiteten und viele Freundinnen hätte, sagte die Autorin.

Auch diese Einsicht könnte sich bald in einer Fernsehserie niederschlagen: Die Sender ABC und Touchstone Television haben sich die Rechte an "Trading Up" gesichert und erwägen eine Serie, die schon 2004 in den USA anlaufen könnte. Die HBO Serie "Sex and the City", die in Deutschland von Pro Sieben gesendet wird, läuft dagegen 2003 aus. Vielleicht deshalb, weil Sex eben nicht mehr so eine große Sache ist.

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