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Doodle zum 161. Geburtstag von "Moby Dick" Google fängt den weißen Wal


In Zeiten, in denen Walfänger kein angesehener Beruf mehr ist, bleibt Herman Melvilles "Moby Dick" doch ein Klassiker. Google ehrt den Roman anlässlich seines 161. Geburtstages mit einem Doodle.

Er ist ziemlich groß, ziemlich weiß und für den einbeinigen Kapitän Ahab mehr als bedrohlich. Das heutige Google-Doodle versucht diese Stimmung aus Herman Melvilles "Moby Dick" einzufangen. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man den großen Wal, der im Hintergrund lauert. Vorne links im Bild wird die Harpune gezückt.

Vor auf den Tag 161 Jahren ist der Roman erstmals in London und kurz darauf in New York erschienen. "Moby Dick" erzählt die Geschichte von Kapitän Ahab und seiner Jagd auf den weißen Pottwal, der ihm einst das Bein abgerissen hat. Entlang des Handlungsstranges hat der Autor zahlreiche philosophische, wissenschaftliche, kunstgeschichtliche und mythologische Anekdoten eingeflochten. So berichtet Melville auch über die Welt des Walfangs im 18. und 19. Jahrhundert und kann eigene Erlebnisse mit einfließen lassen. 1841 heuerte er auf einem Walfänger an, desertierte aber kurze Zeit später, weil er die Verhältnisse an Bord unzumutbar fand.

Heute gilt "Moby Dick" als Klassiker der Weltliteratur. Kurz nach seiner Erscheinung wurde der Roman jedoch von Kritikern verrissen. Vor allem die amerikanische Presse ließ kein gutes Haar an ihm. Ihr missfiel Melvilles Kritik an traditioneller Religion, die im Roman immer wieder zum Vorschein kommt. Darüber hinaus schienen sie verwirrt. Hatte Melville zuvor hauptsächlich autobiografisch geschrieben, war dies sein erster überwiegend fiktiver Roman.

Katharina Gipp

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