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Skurriler Fehler: Diese sieben Zeichen bringen Google Chrome zum Absturz

Googles flinker Browser Chrome muss sich mit einem skurrilen Fehler herumschlagen: Mit nur sieben Zeichen lässt sich das Programm zum Absturz bringen - immer wieder.

Das Icon von Googles Chrome-Browser klebt an einer Wand.

Google Chrome plagt aktuell ein skurriler Fehler: Mit wenigen Zeichen lässt sich der Browser abschießen.

Seit dem ersten Erscheinen vor einigen Jahren konnte sich Googles Browser Chrome schnell einer wachsenden Fan-Gemeinde erfreuen. In großen Teilen der Welt ist der schlanke Browser bereits der beliebteste, Deutschland ist als Firefox-Land eine der letzten Ausnahmen. Jetzt wurde ein merkwürdiger Fehler im Programm gefunden: Mit gerade einmal sieben Zeichen lässt sich Chrome zuverlässig abschießen.

Dazu reicht es, eine leicht manipulierte Internetadresse aufzurufen. Gibt man etwa http://www.stern.de/%%30%30 in die Adresszeile ein und drückt Enter, stürzt der Browser sofort ab. Schuld ist das Adressanhängsel "%%30%30", ein so genanntes "Nullzeichen", dass beim Programmieren Verwendung findet. Fügt man ein solches Nullzeichen an eine ausreichend lange Internetadresse an, scheitert Chrome an der Berechnung der Seite - und crasht.

Selbst die Vorschau stürzt ab

Um einen einzelnen Tab abzuschießen, reicht es es sogar aus, mit der Maus über den entsprechenden Link zu fahren. Chrome will dann eine Vorschau der Seite erstellen - und scheitert ebenfalls. Immerhin bleibt wenigstens der Browser geöffnet.

Echten Schaden verursachen die Abstürze zum Glück nicht. Chrome lässt sich danach ganz normal öffnen. Der Browser versucht glücklicherweise nicht, die Seite immer wieder zu öffnen. Und bleibt damit benutzbar. Trotzdem dürften Links dieser Art in den nächsten Tagen immer mal wieder in sozialen Netzwerken auftauchen, weil Scherzbolde ihre Freunde und Bekannten leimen möchten. Immerhin müssen sie dafür den sichtbaren Link posten. Linkkürzungsdienste wie bit.ly werfen das Nullzeichen aus dem Link - und machen ihn so unschädlich.

Keine Belohnung für den Finder

Entdeckt hat die Lücke der lettische Entwickler Andris Atteka. In seinem Blog gibt er an, Google bereits über den Fehler informiert zu haben. Der Konzern will ihm allerdings nicht die für das Finden gefährlicher Lücken übliche Belohnung zahlen - dafür ist die Lücke zu harmlos.

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