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Neue Versionen Chrome 85 und Firefox 80: Das bringen die neuen Browser-Updates

Microsofts Edge-Browser hat Mozillas Firefox überholt (Symbolbild)
Ohne Browser lässt sich das Internet kaum nutzen (Symbolbild)
© Getty Images
Mit dem Google Chrome 85 und Mozilla Firefox 80 bringen gleich beide großen Browser in kürzester Zeit neue Versionen heraus. Hier erfahren Sie, was drin steckt.

Die Zeit, in der Browser jahrelang in einer Version verharrten und sich bei Updates nur die dritte Kommastelle änderte, ist lange vorbei. Zuerst ist Chrome, dann auch Firefox dazu übergegangen, auch kleinen Neuerungen einen eigenen Versionssprung zu spendieren. Diese Woche sind mit Chrome 85 und Firefox 80 beide wichtigen Browser mit Updates versehen worden. 

Google Chrome 85: Schnelle Tabs und bessere Gruppen

Die wohl wichtigste Neuerung in Chrome ist nicht sicht- aber durchaus spürbar: Googles Entwickler haben die Ladezeit verringert, wenn ein neuer Tab geöffnet wird. Bis zu 10 Prozent schneller sollen die Seiten nun laden, versichert Google. Gerade wenn man oft hin- und herwechselt ist das eine willkommene Verbesserung. 

Eine weitere Optimierungs-Maßnahme wurde indes wieder abgeschaltet: In der Testversion von Chrome 85 hatte sich zeitweise ein Feature befunden, das den berüchtigten Hunger auf Arbeitsspeicher reduziert hat. Da sie im Gegenzug aber zuviel Rechenleistung benötigte, hat Google die Funktion in den Voreinstellungen wieder abgestellt.

Chrome 85: Schluss mit dem Tab-Chaos

Auch eine weitere Neuerung gibt es nur, wenn man experimentelle Features einschaltet. So erlaubt Chrome seit Version 81, Tabs in Gruppen zu sortieren. Mit der aktuellen Version kann man die schnell ein- und ausklappen und sorgt so für noch mehr Ordnung. Allerdings nur, wenn man die versteckte Funktion auch einschaltet. Klicken Sie dazu auf diesen Link und wählen Sie bei "Tab Groups" und "Tab Group Collapse" die Option "Enabled". Bestätigen Sie dann unten rechts mit "Relaunch". Nach einem Rechtsklick auf Tabs erscheint dann die Gruppierungs-Option.

Eine weitere Neuerung gibt es für Nutzer von Convertible-Geräten. Chrome lässt sich im Tablet-Modus von Windows nun einfacher nutzen, die Touchscreen-Steuerung wurde mit größeren und leichter organisierbaren Tabs verbessert. Zunächst kommt die Verbesserung nur auf Googles Chromebooks, Windows und andere Systeme sollen aber bald folgen.

Eine Verbesserung für die PDF-Nutzung soll ebenfalls in den nächsten Wochen kommen: Chrome soll es dann erlauben, PDFs direkt im Browser auszufüllen und zu speichern. Bricht man mitten im Dokument ab, kann man es später weiter ausfüllen.

Firefox 80: Das Ende des Master-Passworts

Der verbaute Passwort-Manager des Firefox ist sehr nützlich. Zugangsdaten lassen sich direkt im Browser sicher speichern und werden erst nach Freischaltung mit einem Master-Passwort freigegeben. Mit dem neuen Firefox wird das gestrichen - wenn auch nur als Name. Statt Master- heißt es nun Hauptpasswort. Mozilla will so die als problematisch empfundene Formulierung aus der IT-Sprache umschiffen, die auf dem Verhältnis von Master und Slave, also Sklave und Sklaventreiber, beruht. Das werde als diskriminierend und abwertend wahrgenommen, schreibt Mozilla.

Aber auch technisch gibt es natürlich Neuerungen. Neben mehreren Sicherheitsfunktionen ist nun etwa auch die Option verbaut, den Firefox als Standard-Programm für PDF-Dateien zu setzen. Das macht die Nutzung eines eigenen Programmes für die Dateien unnötig, sämtliche PDFs starten dann direkt im Browser.

Mit einer neuartigen Blockliste will Mozilla zudem gegen bösartige Add-ons vorgehen. Die alte Liste brauchte zu viele Ressourcen, weil sie unzählige Anzeichen eines zu datenhungrigen Verhaltens abgleichen musste. Die neu gebaute Liste sei dagegen sehr viel Ressourcen-schonender, verspricht Mozilla.

Firefox 80: Weniger Kopfschmerz-Gefahr

Mehrere Verbesserungen richten sich zudem an Nutzer der verschiedenen Bedienungshilfen für eingeschränkte Nutzer. So hat Mozilla den Unterbau in Menüs und den Entwicklerwerkzeugen so umgebaut, dass sie nun auch im Vorlesemodus gut zu benutzen sind. Zudem wurden mehrere häufige Fehlerquellen für die Technologie behoben. 

Nutzt man am Rechner reduzierte Bewegungen, spart nun auch Firefox mit den Animationen. So wolle man Epileptiker und Migräne-anfällige Nutzer schützen, erklärt Mozilla. 

Chrome und Firefox: So bekommen Sie die Updates

Haben Sie automatische Updates aktiviert, sollten sich die Browser von selbst auf Stand bringen. Wollen Sie nicht warten, können Sie auch oben rechts die drei Punkte (Chrome) oder Striche (Firefox) wählen. Nach Klicks auf "Hilfe" und "Über (Browsersname)" bekommen Sie dann die Option, manuell nach Updates zu suchen.

Quellen:Google, Mozilla

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