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Klein, aber oho: Switch Lite im Test: Diese vier Dinge gefallen uns an Nintendos neuer Konsole

Mit der Switch Lite bringt Nintendo eine neue Version seiner Erfolgs-Konsole auf den Markt: eine Switch ohne Switch. Wir haben sie ausprobiert.

Nintentos Switch Lite

Bei der Switch Lite legt Nintendo den Fokus klar auf das Zocken unterwegs

stern-online

Eine Konsole für Zuhause wie unterwegs, das ist das große Versprechen der Nintendo Switch. Seit zwei Jahren können Zocker ihre Konsole einfach einpacken und nahtlos zwischen Fernseher und Mobilnutzung hin- und herwechseln. Jetzt hat Nintendo mit der Switch Lite eine Version vorgestellt, die mit genau diesem Vorteil bricht. 

Anders als die "große" Switch ist die Lite-Version eine reine Handheld-Version. Sie lässt sich weder am Fernseher anschließen, noch als Mini-Konsole auf den Tisch stellen. Die Joycon genannten Controller sind fest verbaut. Der namensgebende "Switch" (also: Wechsel) zwischen den Modi fällt weg. Doch im Test zeigte dieser Fokus hat auch seine guten Seiten.

Im Vergleich ist die Switch Lite deutlich kleiner als das klassische Modell

Im Vergleich ist die Switch Lite deutlich kleiner als das klassische Modell

stern-online

Eine echte Light-Version

Wie sehr die große Switch vom Kompromiss zwischen Mobil- und Konsolennutzung geprägt ist, bemerkt man erst, wenn man das erste Mal die Lite-Version nutzt. Die Kleine ist viel weniger klobig, fühlt sich mit den fest verbauten Controllen viel mehr aus einem Guss an. Und: Mit einem Gewicht von 277 Gramm ist sie auch noch gut 120 Gramm leichter als das große Modell. Der mit 5,5 Zoll kleinere Bildschirm (Switch: 6,2 Zoll) fällt dagegen nur im direkten Vergleich auf. Als reines Mobilgerät ist die kleine Switch so viel angenehmer unterwegs zu nutzen.

Kindertauglich

Durch die kompakte Bauweise ist die Switch Lite auch besser für Kinderhände geeignet, während große Männerhände mit weit unten platzierten Buttons wie dem rechten Joystick oder dem Steuerkreuz links leichte Probleme bekommen können. Für Kinder als Zielgruppe spricht auch, dass die Switch Lite durch das Fehlen der abnehmbaren Teile deutlich robuster wirkt. Es kann einfach weniger abbrechen.

Länger zocken

Trotz der kompakteren Bauweise hat die Switch Lite auch eine längere Laufzeit bekommen. Die ist je nach Spiel durchaus zu bemerken. Während die alte Version bei aufwendigen Titeln wie "Zelda: Breath of the Wild" schon nach gut drei Stunden schlapp machte, hielt die Lite-Version im Test über vier durch. Für lange Reisen ist sie also besser geeignet.

Da die Joycons nicht abnehmbar sind, gibt es weniger mögliche Bruchstellen

Da die Joycons nicht abnehmbar sind, gibt es weniger mögliche Bruchstellen

stern-online

Steuern wie früher

Eine wichtige Neuerung gibt es auch für Spieler, die auf der Switch gerne alte Klassiker zocken. Wie bei allen früheren Nintendo-Konsolen bis zu Switch bringt die Lite auch endlich ein vollständiges Steuerkreuz, D-Pad genannt, mit. So lassen sich die Klassiker wie "Super Mario World" für den SNES auch wieder zocken wie damals. Solange die Hände klein genug sind.

Nicht alle Spiele geeignet

Ein großer Nachteil der Switch Lite: Weil sich die Controller nicht abnehmen lassen, ist sie ab Werk nicht für alle Spiele geeignet. Lädt man ein entsprechendes Game im Shop herunter, wird man darauf hingewiesen. Andere Spiele wie "Super Mario Odyssey" lassen sich ohne abnehmbare Joycons nicht ganz so bequem nutzen. Mit einem Paar zusätzliche Joycons kann man das Problem lösen, dann liegt man preislich allerdings wieder auf demselben Niveau wie beim großen Modell.

Fazit: Die Switch ohne Switch

Mit der Switch Lite macht Nintendo ein interessantes Angebot an alle, die nur mal unterwegs zocken wollen. Die Verarbeitung ist robuster, die Kompromisse wie die abnehmbaren Joycons fallen weg. Doch die kompakte Bauform hat auch klare Nachteile: Große Hände kommen an ihre Grenzen. Und mit der Flexibilität fällt ausgerechnet das größte Alleinstellungsmerkmal der Switch weg.

Ob sich die Lite-Version lohnt, hängt daher von der eigenen Nutzung ab. Wer bei der Switch völlig darauf verzichten will, sie an den TV anzuschließen, sollte am ehesten zur Switch Lite greifen. Sie ist besser für den Einsatz unterwegs geeignet und mit einem Preis ab 220 Euro zudem deutlich günstiger als das große Modell, das je nach Variante mindestens 290 Euro kostet. Will man auch nur ab und zu auch mal auf den TV wechseln oder bevorzugt die Steuerung mit abgetrennten Joycons, lohnt sich der Kauf allerdings nicht. Dann ist die klassische Switch nach wie vor die bessere Wahl.