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Interview

Mark Mayo: Firefox-Chef spricht über das Comeback: "Es ist eine Menge schiefgelaufen"

Nach Jahren der Krise wagt sich Mozilla mit dem neuen Firefox 57 an das größte Update seit Jahren. Wir haben mit Firefox-Chef Mark Mayo über den neuen Browser, alte Fehler und kommende Herausforderungen gesprochen.

Mozilla Firefox Mark Mayo

Mozilla-Vizechef Mark Mayo ist für alle Firefox-Projekte verantwortlich

Deutschland war eines der letzten Firefox-Länder, dann zog im Mai auch hier Chrome vorbei. Können Sie die Deutschen zurückgewinnen?

Ja. Es gibt hier mehr Bewusstsein dafür, dass es Vorteile hat, sich nicht an die großen Konzerne zu binden. Und wir sind uns absolut sicher: Firefox ist der beste Browser, sowohl von der Geschwindigkeit als auch beim Schutz der Privatsphäre. Man muss keine Kompromisse machen.

+++ Hier finden Sie alle Informationen zu Firefox 57 +++

Die anderen relevanten Browser stammen von Google, Microsoft und Apple - also einigen der mächtigsten Konzerne der Welt. Mozilla ist eine gemeinnützige Vereinigung. Ist das ein Nachteil?

Ich denke nicht, nein. Es ist das, was uns ausmacht und wir versuchen, es als Vorteil zu sehen. Man kann immer eine Organisation finden, die mehr Geld oder Ressourcen hat. Wir arbeiten mit 300 Leuten an Firefox, Apple und Google haben drei- viermal so viele für ihre Browser. Der Browser-Markt ist nicht fair. Aber wir hatten es noch nie fair. Wir haben von Anfang an nach oben getreten und uns unsere Position hart erkämpft. Wir haben jeden unserer Nutzer selbst für uns gewonnen. Weil wir trotz dieser Nachteile mit den anderen mithalten können - zumindest, was den Browser angeht.

Firefox war die schlanke, schnelle Alternative zum Internet Explorer, wurde im Vergleich zur Konkurrenz aber immer langsamer und träger. Was ist schiefgelaufen?

Eine Menge. Firefox basiert auf der Engine Gecko, die vor knapp 19 Jahren das erste Mal in Netscape benutzt wurde und entsprechend in die Jahre gekommen ist. Google Chrome wurde als besserer, moderner Browser entwickelt. Und wir standen vor einem Dilemma: Um Firefox zu modernisieren, hätten wir Schritte unternehmen müssen, die Unmengen an Erweiterungen und gewohnte Prozesse zerstört hätten. Das kostete uns viel Zeit. Wir hatten sehr lange Angst vor diesem Schritt.

Jetzt kommt mit Firefox 57 der Befreiungsschlag.                          

Wenn man Erfolg hat, will man den verteidigen. Das ist keine gute Position. Wir waren zu lange in der Verteidigungshaltung, statt nach vorne zu gehen. Marktanteile zu verlieren und geschlagen zu werden, kann auch ein Vorteil sein. In dem Moment fühlt es sich schlecht an. Aber man wird wieder kleiner, ambitionierter. Und diese Version ist für uns die ambitionierteste seit Firefox 1.0, mit dem alles begann. Das ist unser Versuch zu zeigen, dass wir es immer noch draufhaben.

Dazu gehört auch der aktuelle Schritt bei den Add-Ons zu Webextensions. Alte Add-Ons, die nicht aktualisiert wurden, funktionieren dadurch nicht mehr. Wird das alte Fans vergraulen?

Wir hatten wegen des harten Schnitts immer Angst vor diesem Wechsel. Und wir werden deswegen sicher einige Nutzer verlieren. Die harte Wahrheit ist aber: Wir haben ihn gewagt, weil kaum noch jemand die alten Erweiterungen genutzt hat. Es war wegen vieler skurriler Eigenheiten des Firefox schwierig, sie zu programmieren und in Stand zu halten, deshalb erschienen kaum neue. Außerdem verursachten sie ständig Fehler und wir mussten Nutzern empfehlen, sie zu deinstallieren. Das Problem haben wir viel zu lange verschleppt.

Mit Webextensions kann man nun unkompliziert Chrome-Erweiterungen auf den Firefox bringen, alles läuft deutlich stabiler und zuverlässiger, in der Testphase benutzten wieder deutlich mehr Nutzer Erweiterungen. Und das wird schnell dazu führen, dass es mehr Auswahl an guten Erweiterungen gibt als vorher.

Firefox 57 blockt viele Werbetracker. Weil er dadurch weniger Daten verarbeiten muss, laden Seiten auch schneller. Ging es bei der Entscheidung zum Blocken um Privatsphäre oder stand die Performance im Vordergrund?

Uns ging es tatsächlich um Privatsphäre. Dass Seiten schneller laden, war ein willkommener Bonus. Die meisten Nutzer sollten zwar weiter einen Werbeblocker installieren, wir wollten aber einen grundsätzlichen Schutz für die Nutzer, die sich nicht extra darum kümmern wollen. Der Grund, warum wir nicht noch mehr blocken, ist einfach: Viele Seiten funktionieren dann nicht mehr korrekt. Wer einen Werbeblocker nutzt, kann sich damit herumschlagen. Ein normaler Nutzer sollte es aber nicht müssen, finden wir.

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Das Netz verschiebt sich immer mehr auf mobile Nutzung, auf Smartphones spielt Firefox fast keine Rolle.

Ja, das ist ein Problem. Den meisten Nutzern ist leider gar nicht bewusst, dass sie auf dem Smartphone den Browser wechseln können. Mit "Firefox Klar" haben wir einen Browser veröffentlicht, der sehr gut angenommen wird.  Apple macht es uns sehr schwer, man kann in iOS den Standard-Browser nicht wechseln, vermutlich wird das auch nie möglich sein. Auf Android machen wir aber recht gute Erfahrungen. Über 40 Prozent der Firefox-Klar-Nutzer machen die App zu ihrem Standard-Browser. Unser Ziel war, einen echten mobilen Browser zu entwickeln, nicht nur eine geschrumpfte Version des Desktop-Browsers. Das ist uns gelungen. Wir sind guter Dinge, dass wir dort in Zukunft noch Nutzer gewinnen können.

Persönliche Assistenten wie Siri und Google Assistant werden immer wichtiger, Browser treten in den Hintergrund. Davor nahmen Apps dem Browser Aufgaben weg. Wie geht Mozilla damit um?

Es ist eine spannende Entwicklung. Es hat noch keiner genau herausgefunden, wofür die Assistenten wirklich genutzt werden. Aktuell wirkt es so, als ob die Großen ihren Vorteil weiter ausbauen, den sie aus ihrem eigenen Betriebssystem ziehen.

Kann und muss Mozilla da mithalten?

Es fühlt sich schon so an. Die Assistenten tun vieles, was bisher Aufgabe des Browser war. Der Browser hat eine große Entwicklung hinter sich. Aktuell versucht man, die Assistenten tief im System zu verankern. Aber die Geschichte zeigt, dass immer Raum für Alternativen ist. Ich bin da immer optimistisch. Aber wie bei Augmented Reality ist das noch in einem sehr frühen Stadium und wir werden sehen, wie es sich entwickelt. Der Browser hat auch den App-Hype überlebt und wird in Zukunft weiter wichtig bleiben.

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Haushaltsbuch

Ausgaben im Blick behalten

Wer einen besseren Überblick über seine Finanzen behalten will, kann Haushaltsbuch-Apps wie Moneycontrol nutzen. Hier erfasst der Nutzer seine Einnahmen und Ausgaben detailliert, ohne im Zettelwirrwarr zu versinken. Alternativen sind unter anderem die Programme You Need A Budget, Mein Haushaltsbuch oder VSB Haushaltsplaner. Kostenlose Online-Haushaltsbücher bieten auch die Sparkassen an, wie den Web-Budgetplaner oder die Finanzchecker-App.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(