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Bestseller-Autor Frank Schätzing: "Künstliche Intelligenz ist ein Acker, auf dem unwiderstehliche Desaster-Szenarien sprießen"

Sein Buch "Der Schwarm" war ein Welterfolg. Im neuen Roman von Frank Schätzing lauert das Böse im Innern eines Super-Computers. Welche konkrete Gefahren der Bestseller-Autor beim Thema Künstliche Intelligenz sieht, verrät er im stern-Interview.

Frank Schätzing

Autor Frank Schätzing hat eine Vorliebe für Untergangsszenarien. Sein Buch "Der Schwarm" wurde ein Weltbestseller

Bestseller-Autor Frank Schätzing, 60, hält Künstliche Intelligenz für eine Gefahr, die man nicht unterschätzen sollte. "Alle führenden Nationen basteln an maschinellen Super-Intelligenzen mit universalem Weltbild, die für uns richten sollen, was wir selbst nicht auf die Kette kriegen", sagt der Bestseller-Autor im exklusiven Interview mit dem stern. "Wer so eine Intelligenzbestie als Erster aus dem Hut zaubert, beherrscht den Planeten."

Mittlerweile, so Schätzing, würden sogar namhafte KI-Forscher fordern, die Entwicklung unter staatliche Aufsicht zu stellen. Künstliche Intelligenz habe zwar das Potenzial, unser Leben enorm zu verbessern, sei aber "auch ein Acker, auf dem unwiderstehliche Desaster-Szenarien sprießen."

Anlass für das Gespräch ist Schätzings neuer Roman "Die Tyrannei des Schmetterlings", der am 24. April erscheint. Darin knüpft der Autor an seinen Welterfolg "Der Schwarm" an. Der Angriff auf die Menschheit kommt diesmal nicht aus dem Meer, sondern aus dem Innern eines global vernetzten Super-Computers, der Raum und Zeit manipulieren kann.

Frank Schätzing: Computer werden eine Art Bewusstsein entwickeln

Schätzing hält es für unausweichlich, dass Computer eines Tages eine Art Bewusstsein entwickeln werden. Dies sei der Fall, "sobald ein komplexes intelligentes Netzwerk über Körper mit genügend sensualen Schnittstellen zur Außenwelt verfügt."

Im Interview mit dem stern spricht Frank Schätzing auch über Privates. Ohne seine Frau Sabina, die der Autor "seine große Liebe und seinen besten Kameraden" nennt, würde er als besessener Arbeiter "wohl zusammengerollt unterm Schreibtisch nächtigen". Er habe nun mal großen Spaß am Ausprobieren. Im Herbst, so der Kölner, werde er auch seine erste CD als Musiker veröffentlichen. Schätzing singt, spielt Gitarre und Keyboard. Der stern durfte schon mal vorab ins Album reinhören: Das Urteil des Interviewers: "Respekt. Klingt wie amtlicher Bombast-Pop aus den Siebzigern!"

Künstliche Intelligenz


Das komplette Interview lesen Sie im neuen stern.