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Wunsch"-Tatort" Es geht an die Ostsee: Zuschauer votieren für Milberg, Kekilli - und Frank Schätzing

"Tatort" aus Kiel
Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sebil Kekilli) ermitteln an der Ostsee.
© NDR/Christine Schroeder / ARD
Zum neunten Mal durften die Fernsehzuschauer einen Wunsch-"Tatort" bestimmen. Erstmals entschieden sie sich dabei für einen Fall aus Kiel. 

Die Zuschauer haben entschieden - und sie haben ein deutliches Votum gefällt: Mit einem Vorsprung von fast 3000 Stimmen wählten sie "Borowski und das Meer" zum Wunsch-"Tatort", der an diesem Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. 16.191 Stimmen entfielen auf den Fall der Kieler Ermittler Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli).

Auf den Rängen 2 und 3 landeten abgeschlagen "Die Faust" aus Wien (13.513 Stimmen) und "Mord auf Langeoog" mit dem im Hamburger Umland ermittelnden Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring), für den 11.061 Zuschauer votierten.

Ein "Tatort" über Seltene Erden

"Borowski und das Meer" wurde erstmals am 30. März 2014 ausgestrahlt. Die Ermittler Borowski und Brandt müssen hier den Mord an einem Juristen aufklären. Der hat für eine Firma gearbeitet, die spezialisiert ist auf den Abbau von Seltenen Erden, wie sie auch für den Bau von Mobiltelefonen benötigt werden. Und die sich damit den Zorn von Umweltschützern zugezogen hat.

Diese Folge wartete mit großartigen Schauspielern auf: Neben Nicolette Krebitz, Karoline Eichhorn und Florence Kasumba war auch Schriftsteller Frank Schätzing ("Der Schwarm") in einem Gastauftritt zu sehen. Dennoch reagierten die Kritiker seinerzeit verhalten: "Trotz dieser geballten Kompetenz in Sachen journalistischer Krimis ist 'Borowski und das Meer' nicht viel mehr geworden als eine 'Was ist was-Ausgabe mit Mordfall", hieß es auf "Spiegel-Online". Die meisten Figuren seien am Ende doch nur dafür da, "die vielen ozeanografischen Fakten und den komplizierten aktuellen Forschungsstand zur Ausbeutung der Meere zu referieren."

Und auch die stern-Rezensentin war wenig begeistert: "Man kann die 90 'Tatort'-Minuten mit so viel Meerwasser fluten, wie man will: Die Krimihandlung und das Umwelt-Thema laufen seltsam nebeneinander her, ohne sich wirklich zu berühren", hieß es in der Kritik. Gestand aber ein, der Krimi habe viel Atmosphäre. "Das liegt wohl an der frischen Seeluft." Und danach hatten die Zuschauer in dieser Woche offenbar ein großes Verlangen.

che

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