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Frankfurter Buchmesse: Tolstois Erben zeigen "Russland - neue Seiten"

Im zweiten Anlauf kommt die russische Literatur als Gast zur Frankfurter Buchmesse. Ein Großaufgebot von 150 Autoren soll die neue Autoren-Generation dem deutschen Publikum nahe bringen.

Im zweiten Anlauf kommt die russische Literatur als Gast zur Frankfurter Buchmesse. 1992 scheiterte ein Auftritt der Sowjetunion am Zerfall des kommunistischen Riesenreiches. In diesem Jahr stellt sich das unabhängige Russland vom 8. bis 13. Oktober in Frankfurt auf der weltgrößten Buchmesse vor. Ein Großaufgebot von 150 Autoren soll die moderne russische Literatur einem deutschen Publikum nahe bringen, dem zum Stichwort Russland oft nur die Klassiker Leo Tolstoi und Fjodor Dostojewski einfallen.

Jetzt sind neue Namen wie Wladimir Sorokin, Ljudmila Ulitzkaja, Juri Mamlejew oder Tatjana Tolstaja zu entdecken. Zum Programm des 4,5 Millionen Euro teuren Messeschwerpunktes "Russland - neue Seiten" gehören 120 Lesungen, Konzerte und Ausstellungen von Ikonen bis zur erotischen Fotografie der Stalin-Zeit.

Immer wieder Schriftsteller von Weltrang

Ein Buchmessen-Auftritt 1992 in der Aufbruchsstimmung der Perestroika - das wäre eine versöhnliche Gesamtschau der sowjetischen Literatur gewesen. Trotz politischer Unterdrückung hatte sie immer wieder Werke von Weltrang und von Iwan Bunin bis Josef Brodsky immerhin fünf Nobelpreisträger hervorgebracht. Von ihnen lebt nur noch der jetzt 84-jährige Alexander Solschenizyn, der 1970 für seine monumentale Lager-Chronik "Archipel Gulag" geehrt wurde.

"Stunde Null"

Bis zum nächsten Nobelpreis ist es für die neue russische Literatur noch weit, doch sie ist auf einem interessanten Weg. Der Zusammenbruch der Sowjetunion 1992 brachte der Literatur "fast eine Stunde Null", wie die Literaturagentin Galina Dursthoff in ihrer Anthologie "Rußland - 21 neue Erzähler" (dtv) schreibt.

Kampf ums tägliche Überleben

"1992 sorgten sich Verleger und Schriftsteller vor allem darum, dass sie nicht von Banditen umgebracht wurden", erinnert sich auch Jewgeni Lessin, Dichter und Chefredakteur der Literaturbeilage "Ex libris" in der Moskauer Zeitung "Nesawissimaja Gaseta". In immer neuen politischen Verwicklungen, im Kampf ums alltägliche Überleben hatten die wenigsten Russen den Kopf frei für Bücher.

Neue Schriftsteller-Generation

Doch seit einigen Jahren, parallel zur Stabilisierung des Landes, erlebt die Literatur wieder einen Aufschwung. Eine neue Generation von Schriftstellern ist nachgewachsen - groß geworden nicht mehr mit den literarischen "dicken Journalen", sondern mit dem Internet. Sie genießen die Freiheit von politischen und ästhetischen Zwängen, es herrscht eine völlig neue Vielfalt. "Ich will ihnen ein Geheimnis verraten: Die russische Literatur gibt es nicht", sagt der Autor Viktor Jerofejew. "Es gibt eine ganze Reihe russischer Literaturen".

Klassische Tugend des Erzählens

Die neuen Autoren wollen auch nicht mehr wie einst Tolstoi oder Dostojewski Prediger und Propheten für ihre Landsleute sein, sie haben "die Rolle des Priesters abgelegt" (Lessin). In einem folgen sie den Vorvätern jedoch: Nach der überbordenden Lust an formalen Experimenten der ersten postsowjetischen Jahre besinnen sich die Schriftsteller wieder auf die klassische Tugend der russischen Literatur, das Erzählen.

Großer Umsatz-Zuwachs in der Literaturbranche

Zum Aufschwung der Belletristik trägt auch bei, dass Verlagswesen und Buchhandel in Russland den Schock der marktwirtschaftlichen Umstellung verkraftet haben. Etwa 6.000 Verlage brachten 2002 nach Angaben der Zeitung "Kommersant" fast 70.000 neue Titel auf den Markt. Die Gesamtauflage stieg auf 591 Millionen Bücher, der Umsatz der Branche wuchs um zehn Prozent auf 1,07 Milliarden Euro.

In Franfurt werden sich etwa 200 russische Verlage präsentieren. "Das ist keine gewöhnliche Messe, auf der wir Rechenschaft über ein paar Monate ablegen", sagt Alexej Kostanjan, Chef des renommierten Moskauer Verlages Vagrius: "Wir wollen zwölf Jahre Arbeit zeigen."

DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.