Platinblondes Haar, roter Lippenstift und ein weißes Kleid über einem U-Bahn-Schacht: Wenn der Name Marilyn Monroe fällt, haben viele sofort diese Szene aus dem Film „Das verflixte 7. Jahr“ vor Augen. Die Komödie kam 1955 in die Kinos – als Monroe bereits ein Weltstar war.
Dabei begann ihr Leben alles andere als glamourös. Monroe wurde am 1. Juni 1926 als Norma Jeane Mortenson in Los Angeles geboren. Ihre psychisch kranke Mutter konnte nicht für sie sorgen. Es folgten Jahre im Waisenhaus und in Pflegefamilien, in denen Monroe Gewalt und sexuellen Missbrauch erfuhr. Mit 16 heiratete sie ihren Nachbarn, damit sie nicht zurück ins Heim musste. Die Ehe wurde nach vier Jahren geschieden.
Ihren Wunsch, Schauspielerin zu werden, verfolgte Marilyn Monroe hartnäckig. Zunächst stand sie als Model vor der Kamera, 1946 erhielt sie einen ersten Vertrag beim Filmstudio 20th Century Fox. Es folgten Nebenrollen, in denen sie manchmal nur zwei Worte sagte oder als Kellnerin durchs Bild lief. Der Durchbruch kam Anfang der Fünfziger mit Filmen wie „Niagara“, „Blondinen bevorzugt“ und „Wie angelt man sich einen Millionär?“. Privat angelte Monroe sich amerikanische Ikonen, war mit Baseballstar Joe DiMaggio und Schriftsteller Arthur Miller verheiratet. Beide Ehen scheiterten.
Bildband zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe
In ihrem letzten Interview, das einen Tag vor ihrem Tod im August 1962 erschien, sprach sie über die Last des Ruhms. Monroe beklagte, dass sie nur als Sexsymbol, nicht aber als ernsthafte Künstlerin wahrgenommen werde. „Wenn man berühmt ist, wird man auf eine sehr direkte Art und Weise mit der menschlichen Art konfrontiert. Ruhm weckt Neid. Die Menschen, denen man begegnet, haben das Gefühl, dass der Ruhm ihnen eine Art Vorrecht verleiht, alles zu sagen, und sie glauben, dass sie damit die Gefühle des anderen nicht verletzen“, sagte Monroe dem US-Magazin „Life“.
Einen Rückblick auf ihr Leben liefert das im Prestel-Verlag erschienene Buch „Marilyn Monroe: 100“. Der Bildband enthält 250 Aufnahmen des Filmstars – gesehen durch die Kameras von legendären Fotografen wie Richard Avedon, Eva Arnold oder Cecil Beaton. Ergänzt werden die Fotografien durch persönliche Anekdoten aus dem Leben der Schauspielerin. Denn auch 100 Jahre nach ihrer Geburt hat Marilyn Monroe nichts von ihrer Faszination verloren.
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