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ROMAN: Christine Angot: Die Stadt verlassen

Was passiert mit dem eigenen Leben, wenn man ein Buch darüber geschrieben hat, das »Inzest« heißt und einen berühmt macht?

Was passiert mit dem eigenen Leben, wenn man ein Buch darüber geschrieben hat, das »Inzest« heißt und einen berühmt macht?

»Es macht Sie verrückt«, schreibt die Französin Christine Angot in »Die Stadt verlassen«. Mit viel Vitriol schildert sie von Bestsellerlisten über Buchhaltung (»Wir haben ganz genau 23230 verkauft«), von Leserbriefen über Leser (»Ihr Buch ist nicht schlecht, aber Sie sollten das Thema ändern«) alles, was den Wahnsinn des Erfolgs ausmacht, wenn man über das Dunkel der Angst geschrieben hat und feststellt, dass Angst durchaus erträglich gefunden wird, solange sie nicht die eigene ist.

Ein eigentümliches Meisterwerk über das Meisterwerk »Inzest«.

»Die Stadt verlassen«, Tropen, 184 Seiten, 17,80 Euro

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