Rassismus in den USA Rassismus spüren, ohne die Gründe zu sehen: die Geschichte eines blinden schwarzen Mannes in New York

William Melvin Kelley (1937–2017) in seiner Heimatstadt New York
William Melvin Kelley (1937–2017) in seiner Heimatstadt New York
© Gail L. Anderson
Wie erlebt ein Mensch Rassismus, der gar nicht weiß, was "Farbe" ist? William Melvin Kelley macht es spürbar und erzählt die Geschichte eines blinden Schwarzen in New York.

Ludlow Washington ist fünf Jahre alt, als er sein Zuhause zerbrechen hört. Seine Mutter weint, sein Vater schleppt Möbel heraus, danach bleibt es einfach still und Ludlow allein. Bis zum nächsten Tag, als sein Vater ihn ins Heim für blinde schwarze Jungen bringt. Erst nachdem er die Papiere schon unterschrieben hat, hebt er an: "Luddy, ich muss dir etwas sagen."

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