Hamburg
Wie gedenken wir in Würde? Neue Installation erinnert an Hanau-Opfer

Hanau: Wie gedenken wir in Würde? Installation erinnert an die Opfer
Hanau: Wie gedenken wir in Würde? Installation erinnert an die Opfer
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Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen ermordet. Der Grund: Rassismus. Am Hamburger Thalia-Theater erinnert eine ungewöhnliche Installation an die Opfer.

Hell leuchtet die Hauskante in der Hamburger Innenstadt. Ein LED-Stab schmiegt sich an die Wand, getragen von einem Sockel aus bronzefarbenem Metall. Darauf sind Namen eingraviert: klein, eng gedrängt, der Platz reicht kaum für alle. Aus einem Lautsprecher werden sie vorgelesen: Vorname, Nachname. In Dauerschleife.

Opfer des NSU, der Anschläge von Mölln, Solingen und Hanau reihen sich aneinander. Unter anderem. Die Liste der Namen ist lang. Hinter jedem einzelnen steckt eine individuelle Geschichte – und doch haben diese Personen eine Sache gemein: Sie wurden seit 1945 getötet, von rassistischen Mördern.

Mahnmal in Hamburg erinnert an Hanau-Opfer

Errichtet hat das Mahnmal das Hamburger Thalia-Theater. Eröffnet am 19. Februar 2026 – dem Tag, an dem sechs Jahre zuvor ein Täter in Hanau neun Menschen erschoss: Ferhat Unvar, Said Nesar Hashemi, Hamza Kenan Kurtović, Sedat Gürbüz, Fatih Saraçoğlu, Gökhan Gültekin, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz und Kaloyan Velkov.

Doch was bringt ein solches Mahnmal tatsächlich? Wie viel Authentizität steckt hinter institutionell errichteten Mahnmälern? Und wie lernen wir, angemessen zu gedenken? Fragen, die wir als Gesellschaft in Zukunft beantworten müssen.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag erschien zuerst bei geo.de.