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Bücher Klappe zu, alle tot – diese Bücher haben Leser am meisten enttäuscht

Romeo und Julia
Dies ist die bis heute populärste Verfilmung des Liebesdramas: Leonardo DiCaprio als Romeo und Claire Danes als Julia in "Shakespeares Romeo und Julia" von Regisseur Baz Luhrmann aus dem Jahr 1996.
© DB/ / Picture Alliance
Enttäuschte Leser kennen keine Gnade: Eine Auswertung zigtausender Bewertungen ergab, dass Menschen extrem sauer reagierten, wenn ihnen das Ende eines Buches nicht gefallen hat - selbst wenn es sich um Klassiker oder Bestseller handelt.

Wer viele hundert Seiten und unzählige Stunden mit einem Buch verbringt, hat oft klare Erwartungen an das Ende. Fällt es dann nicht wunschgemäß aus, kann das zu großer Unzufriedenheit führen. Der Online-Buchhändler "OnBuy Books" hat unzählige Besprechungen auf der Leser-Plattform "Goodreads" ausgewertet und daraus die 20 Bücher destilliert, deren Ende am meisten enttäuscht hat.

Das Resultat ist überraschend. Auf Platz 1 ist eines der großen Dramen der Weltliteratur gelandet, William Shakespeares "Romeo und Julia". Fast 20.000 Leser haben zu dem Werk auf "Goodreads" eine Besprechung hinterlassen. 57 Prozent davon äußerten sich negativ über das Ausgang.

Das größte Liebespaar der Literaturgeschichte

Das Drama um das wohl berühmteste Liebespaar der Welt endet bekanntermaßen tragisch: In dem Glauben, seine Geliebte sei tot, verabreicht sich Romeo eine Dosis tödlichen Gifts. Die mittlerweile erwachte Julia ersticht sich daraufhin mit seinem Dolch. Offenbar hatten sich viele Leser ein Happy End gewünscht.

Mit Ian McEwans "Abbitte" und William Goldings "Herr der Fliegen" befinden sich weitere Schöpfungen unter den ersten Zehn, die zur Weltliteratur gezählt werden. Doch nicht nur die Enden kanonisierter Klassiker haben die Leser auf "Goodreads" frustriert. Unter den zehn am meisten enttäuschenden Buchausgängen befinden sich auch einige Exemplare aus dem Bereich der Unterhaltungsliteratur. Darunter Nicholas Sparks' Liebesschmonzette "Das Leuchten der Stille" sowie J.K. Rowlings Kinderbuch "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes". Bestseller wurden sie trotzdem. Denn Bücher sind weit mehr als nur ihr Ende. 

Die komplette Top Ten

"Romeo und Julia" von William Shakespeare: 57 Prozent
"Abbitte" von Ian McEwan: 52 Prozent 
"Requiem" von Lauren Oliver: 49 Prozent
"Der Geheime Zirkel" von Libba Bray: 37 Prozent
"Herr der Fliegen" von William Golding: 36 Prozent
"Die Brücke nach Terabithia" von Katherine Paterson: 35 Prozent
"Das Leuchten der Stille" von Nicholas Sparks: 34 Prozent 
"Where the Red Fern Grows" von Wilson Rawls: 31 Prozent
"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" von J.K Rowling: 25 Prozent
"Hüter der Erinnerung" von Lois Lowry: 24 Prozent

Prozentangabe = Anteil der Leserkommentare, die mit dem Ende unzufrieden waren.

Verwendete Quelle: "OnBuy Books"

che

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