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Diskussion auf Twitter "Das geht nicht", "Tja", "Ich rufe die Polizei" – diese Phrasen erklären Deutschland

Zwei Frauen unterhalten sich
Deutsche benutzen oft die gleichen Sätze – selbst ohne es zu bemerken
© fizkes / Getty Images
Es gibt Dinge, die man in Deutschland immer wieder hört – das fällt vor allem Ausländern auf. Auf Twitter haben User überlegt, welche Aussprüche typisch für die deutsche Kultur und Mentalität sind.

Muttersprachlern fällt es oft gar nicht mehr auf, doch jede Sprache hat sie – diese Sätze, die man immer wieder hört und sagt. Sie geben auch einen Einblick in die Kultur und Mentalität eines Landes, besonders für Ausländer. Der US-amerikanische Journalist Charles Hawley, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und arbeitet, hat auf Twitter seine Follower gefragt, was die deutschesten Sätze überhaupt sind.

Hawley selbst hatte gleich einen Vorschlag: Aus seiner Sicht steht der Satz "Das geht nicht" für Deutschland. Das konnten viele andere Twitter-Nutzer nachvollziehen, denen ebenfalls aufgefallen ist, dass Deutsche oft eher die Grenzen als die Möglichkeiten im Blick haben. Hierzu passt der Satz "Wie stellen Sie sich das vor?" Auch die Sätze "Das haben wir schon immer so gemacht" oder "So machen wir das hier" wurde öfter nominiert. Deutsche halten eben gern an dem fest, was sie kennen – und brauchen lange, um sich an Veränderungen zu gewöhnen.

Typisch deutsche Phrasen: Von "Das geht nicht" bis "Tja"

Vorschläge für den deutschesten Satz kamen von vielen Ausländern, aber auch von Deutschen. So manches Klischee wurde dadurch bedient – was darauf schließen lässt, dass an diesen Vorurteilen vielleicht doch etwas dran ist. Wenn ein Ausländer "Ich rufe die Polizei" als repräsentativ für Deutschland erachtet, sollte uns das möglicherweise zu denken geben. 

Blonde Frau auf einem Fahrrad

Mit der deutschen Bürokratie dürfte jeder schon seine Erfahrungen gemacht haben, dementsprechend oft wurde ein Ausspruch getwittert, der in Ämtern immer wieder gehört wird: "Dafür sind wir nicht zuständig." Gerne auch in der Variation: "Ich würde gern helfen, aber mir sind die Hände gebunden." Dass alles seine Ordnung haben muss hierzulande, dafür steht auch der Satz: "Das ist nicht korrekt." Deutsche haben nun mal gern Recht.

Manchmal reicht nur ein Wort

Begeisterung wiederum ist nicht das Ding der meisten Deutschen – wobei das auch je nach Landstrich variieren kann. Generell neigen viele allerdings eher zu Unter- als zu Übertreibungen. "Da kann man nicht meckern" oder "Ich kann nicht klagen" sind einigen Ausländern als typische Ausdrücke dafür aufgefallen. Und mehr Worte als nötig müssen es auch nicht sein: "Da kann man nichts sagen."

Zwei Mädchen sitzen lächelnd auf einer Bank

Gut, dass die deutsche Sprache da herrliche Möglichkeiten bietet, mit wenig Aufwand viel zu sagen. Manchmal reicht sogar ein einziges Wort, wie manche User mit einer gewissen Begeisterung feststellen. Typisch deutsche Ein-Wort-Sätze wären zum Beispiel "Genau", "Na?", "Soooo ..." oder "Achsooo". Unerreicht aber ist das Wörtchen "Tja" – es kann alles und nichts bedeuten und lässt sich in fast jeder Situation benutzen. Deutsche verwenden es, schreibt ein User, wenn kein Brot mehr im Haus ist, etwas kaputt geht oder das Ende der Welt bevorsteht.

Quelle: Charles Hawley auf Twitter

epp

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